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Schwesig ist bereit

SPD organisiert Sellering-Nachfolge

Schwesig in Schwerin
Familienministerin Manuela Schwesig im Landtag in Schwerin. Foto: Jens Büttner Foto: dpa
Rücktritt Sellering
Erwin Sellering nach seiner Erklärung zu seinem Rücktritt in der Schweriner Staatskanzlei. Foto: Jens Büttner Foto: dpa
SPD-Generalsekretärin Katarina Barley
Soll neue Bundesfamilienministerin werden: SPD-Generalsekretärin Katarina Barley. Foto: Lino Mirgeler Foto: dpa
Hubertus Heil
Wird neuer SPD-Generalsekretär: Hubertus Heil. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/Archiv Foto: dpa

Mecklenburg-Vorpommerns Regierungschef leidet an Krebs und gibt seine politischen Ämter auf. Nachfolgerin soll Bundesfamilienministerin Schwesig werden. Die Vorbereitungen für den Machtwechsel beginnen.


Schwerin/Güstrow (dpa) - Nach dem angekündigten Rückzug von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering aus der Politik bereitet die SPD in dem Bundesland seine Nachfolge vor. Landesvorstand und -parteirat kommen heute (18.00 Uhr) in Güstrow zusammen, um über das weitere Vorgehen zu beraten.

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Für den 1. Juli soll ein Sonderparteitag einberufen werden. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) soll dort zur neuen Landesvorsitzenden gewählt werden. Die Spitzengremien wollen sie am Mittwoch vorschlagen. Anfang Juli soll Schwesig im Landtag zur neuen Ministerpräsidentin gewählt werden.

Sellering hatte am Dienstag seinen Rückzug verkündet. Grund ist eine Krebsdiagnose. Schwesig erklärte sich bereit, dem 67-Jährigen nachzufolgen. Sellering will die Amtsgeschäfte bis zur Wahl eines Nachfolgers weiterführen, soweit ihm dies seine medizinische Behandlung erlaubt.

Wegen der Erkrankung Sellerings muss SPD-Chef und Kanzlerkandidat Martin Schulz wichtige Posten in Berlin neu besetzen. Schwesigs Posten als Familienministerin soll die bisherige SPD-Generalsekretärin Katarina Barley übernehmen. Als Generalsekretär soll von kommender Woche an Hubertus Heil den Wahlkampf der Sozialdemokraten leiten.

Schulz schwor seine Partei noch einmal auf die Wochen und Monate bis zum 24. September ein. «Wir sind eine Partei, der nichts geschenkt, der vieles nicht verziehen wird. Manchmal werden wir auch strenger rangenommen», sagte er am Dienstagabend während der traditionellen SPD-Spargelfahrt an Bord der «MS Havelqueen». Die Partei müsse sich an ihren hohen Ansprüchen messen lassen - und eben besser sein als andere. Die schwachen Umfragen machten ihn nicht nervös: «Ich muss keinen Popularitätswettbewerb gewinnen, ich muss die Menschen dafür gewinnen, dass sie unser Programm unterstützen, dass sie unsere Inhalte teilen», sagte Schulz, der anfügte: «Das kann man nicht alleine.»