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SPD-Spitze berät über Wahlkampfstrategie

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Die SPD steckt ihre Strategie für das Wahljahr 2017 ab. Foto: Michael Kappeler Foto: dpa

Im Herbst wählt Deutschland einen neuen Bundestag. Die SPD liegt in Umfragen derzeit deutlich hinter der Union. Nun wollen die Sozialdemokraten ihre Strategie für die kommenden Monate erörtern.


Berlin/Düsseldorf (dpa) - Die engere Parteiführung der SPD will heute bei einem Treffen in Düsseldorf über die Strategie für das Wahljahr 2017 beraten. Nach Angaben der Bundespartei soll dabei keine Entscheidung fallen, wer als Kanzlerkandidat ins Rennen geht.

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Das will die SPD bei einer Klausur am 29. Januar in Berlin bekanntgeben.

Als Teilnehmer der Düsseldorfer Runde werden Parteichef Sigmar Gabriel, die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, der Hamburger Regierungschef Olaf Scholz, Generalsekretärin Katarina Barley, Bundestags-Fraktionschef Thomas Oppermann sowie die stellvertretenden Parteivorsitzenden Ralf Stegner, Thorsten Schäfer-Gümbel, Manuela Schwesig und Aydan Özoguz erwartet. Noch-EU-Parlamentspräsident Martin Schulz musste absagen, weil er bei der Beerdigung des früheren portugiesischen Präsidenten Mario Soares ist, wie »Spiegel Online« und die dpa erfuhren.

Den ersten Zugriff auf die Kanzlerkandidatur hat der Parteivorsitzende Sigmar Gabriel. Würde er verzichten, stünde der in Umfragen wesentlich beliebtere Noch-EU-Parlamentspräsident Martin Schulz als Kandidat zur Verfügung. Er wird auch als künftiger Außenminister favorisiert, wenn Frank-Walter Steinmeier im Februar zum neuen Bundespräsidenten gewählt wird.

Die SPD liegt in Umfragen derzeit bundesweit um die 15 Prozentpunkte hinter der Union. Auch ein rot-rot-grünes Bündnis mit Grünen und Linken hat keine Mehrheit. Im Frühjahr stehen drei Landtagswahlen (Saarland, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen) an, bevor im September der Bundestag gewählt wird.

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