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Spitzenreiter vor dem »Haus der Jugend«

Berchtesgaden - Einen Sachstandsbericht zum Mehrgenerationenhaus »Werk 34« lieferten in der jüngsten Gemeinderatssitzung Seniorenbeauftragte Elisabeth Homberg und Sozialpädagoge Andi Lindner von der Jonathan Jugendhilfe, der seit fünf Monaten Kinder und Jugendliche in der neuen Gemeindeeinrichtung betreut.

Eine »Erfolgsgeschichte«: Nicht anders zu beschreiben ist das »Werk 34«, wenn es nach den Verantwortlichen geht. Die Einrichtung, in der sich Jugendliche und Senioren gleichermaßen begegnen, habe sich bewährt. Dort treffen sich jeden Dienstag und jeden Freitag junge Menschen aus allen fünf Gemeinden. »Bis zu 40 Kinder waren schon gleichzeitig da«, so Andi Lindner. Dass das »Werk 34« auf große Resonanz stößt, verdankt es einem monatlichen Programm, das viel Abwechslung bietet. Jung und Alt werden angesprochen: Vom Gedächtnistraining über Brett- und Kartenspiele, Gymnastik für die Älteren, auch das gemeinsame Frühstücken kommt nicht zu kurz. Es gibt eine werkseigene Singgruppe, österliche und weihnachtliche Bastelnachmittage. Bald soll eine eigene Werkstatt die Schmuckherstellung ermöglichen. »Im Frühjahr werden wir unsere Fahrräder fit machen«, sagt Lindner und ist guter Dinge, dass auch der Bastelnachmittag im Vorfeld des Muttertages wieder viele Besucher locken wird.

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Das »Werk 34« sei im Landkreis die bis dato erfolgreichste Jugendeinrichtung, was die Besucherzahlen angeht, so Lindner. Noch vor dem »Haus der Jugend« in Bad Reichenhall. Jeden Dienstag zählen die Verantwortlichen im Schnitt acht Leute, freitags kommen beinahe 16 Besucher ins »Werk«. Mehrfach hat es bereits Jugenddiscos gegeben, ein Boxtraining machte Lust auf mehr, es wurde gemeinsam gekocht. Und auch im Sommer gibt es Pläne für gemeinschaftliche Aktionen: Für 25 Kinder planen die Initiatoren ein Zeltlager am Irsee. Erneut in Planung ist »Rock am Rathaus«, das wieder von der Jugend AG geplant und am Parkplatz vor dem Rathaus veranstaltet wird.

Das Miteinander von Jugend und Senioren im »Werk 34« laufe sehr gut, so Elisabeth Homberg. »Wir sind wie eine Familie.« Bemerkenswert sei die Tatsache, dass die Einrichtung komplett ehrenamtlich gestemmt werde, sagte Gemeinderat Dr. Bartl Wimmer (Grüne) und auch Bartl Mittner (SPD) stellte klar, dass ohne ehrenamtlich Arbeitende nichts funktionieren würde. Lindner pflichtete den beiden Politikern bei und bedankte sich bei einer Reihe von Praktikanten, die bei der Jonathan Jugendhilfe arbeiten und regelmäßig im »Werk 34« nach dem Rechten sehen.

Elisabeth Homberg informierte am Ende der Präsentation darüber, dass sie in Berchtesgaden künftig für die Betreuung der Freiwilligenagentur verantwortlich sei. Diese war vor Kurzem in Bad Reichenhall gegründet worden. Bürgermeister Rasp betonte, dass der Landkreis mit der Freiwilligenagentur ehrenamtliches Engagement über die Vereinsarbeit hinaus belohnen und unterstützen wolle. Kilian Pfeiffer