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Sprachgewaltig: Der XI. Poetry-Slam im Freiraum Übersee

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Unser Bild zeigt die Mitwirkenden beim XI. Poetry Slam im Überseer Freiraum mit Moderator Bumillo (rechts) und der Gewinnerin des Abends, Fee (Dritte von rechts). (Foto: Grabmüller)

»Sprachgewaltig«: So heißt das Rapper-Duo mit Flat und Vovkra, das als »Opferlamm« den jüngsten Poetry-Slam in Übersee eröffnete. Als »Opferlamm« hat sie Moderator Bumillo deshalb eingeladen, weil sie als Erste auftreten – außer Konkurrenz, versteht sich – und so den nachfolgenden Poeten den Weg zur Bühne ebnen. Wer bei einem Slam zum Wettstreit um Worte antritt, darf weder Musik noch sonstige Mittel zu Hilfe nehmen.


»Sprachgewaltig«: Der Name war auch Programm für den XI. Poetry Slam im Freiraum. Sechs sprachgewaltige Menschen traten vor das Mikrofon: Kaleb Erdmann, Klaus Bierdimpfl, Eva Stepkes, Fee, Dan Cotletto und Markus Berg. Und sechs Minuten, in denen sie das Publikum von ihrem Wortreichtum überzeugen müssen, standen ihnen jeweils zur Verfügung. Alle schöpften diesen Zeitraum weidlich aus, die meisten mit treffenden, Beobachtungen ihrer wunderlich-menschlichen Umwelt, sei es bayerisches Vereinswesen, seilbahngestütztes Berggipfelgewimmel, kräftezehrende Beziehung oder skurrile Model-Show.

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Thematisch witzig und geistreich waren alle Beiträge und einander ähnlich im textsicheren Formulieren; Experimente in Stil, Form oder Sprache fehlten. Die Zuhörer-Jury kürte die Münchnerin Fee, die mit einer ironischen Spiegelung des Privatfernsehens überraschte, zur Gewinnerin des Abends. Das volle Haus beim XI. Poetry Slam in Übersee zeigt, dass die Veranstaltung im Chiemgau erkennbar eine feste Fan-Gemeinde gefunden hat. Sie wird beim nächsten Slam am 20. Dezember im Freiraum wieder begeistert dabei sein.