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Spritzen, kuppeln, auswerfen

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Die Feuerwehrprüflinge aus Berchtesgaden und der Schönau mit ihren Ausbildern und Schiedsrichtern. Fotos: privat
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Zwei Jungfeuerwehrleute beim Ziellöschen mit der Kübelspritze.

Berchtesgaden – Der Nachwuchs ist der wichtigste Beitrag zur Sicherung der Personalstärke und Schlagkraft einer Feuerwehr und wird deshalb in Berchtesgaden durch eine starke zweistufige Jugendarbeit gesichert. Zur Feuerwehr-Grundausbildung trafen sich Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren zwei Jahre lang in einem 14-tägigen Rhythmus in der Hauptwache Berchtesgaden zum Üben.


Zuletzt stellten sich 39 Jugendliche der Feuerwehren Berchtesgaden und Schönau ihrer ersten großen Prüfung und legten mit großem Erfolg das Bayerische Jugendleistungsabzeichen ab. Dabei standen folgende Themen auf dem Programm: Retten und Selbstretten, Leitern, Brennen/Löschen, Unfallverhütung, Schlauchkunde, Einheiten im Löschangriff, theoretische Grundlagen und kleine Einsatzübungen.

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Die Jugendleistungsprüfung besteht aus fünf Einzel- und fünf Truppübungen sowie der Beantwortung von Testfragen.

Die Leistungsprüfung dient zum Nachweis der Grundkenntnisse der Feuerwehr-Dienstvorschrift »Einheiten im Lösch- und Hilfeleistungseinsatz«, der Gerätekunde und der Unfallverhütungsvorschriften.

Schnell, aber geordnet

Der Hauptwert der Leistungsprüfung liegt in der vorbereitenden Ausbildung. Ihr Ziel ist nicht eine Rekordzeit, sondern die Leistung des Einzelnen beziehungsweise des Trupps. Die Arbeit der Teilnehmer soll zwar schnell, aber auch geordnet und möglichst fehlerfrei ablaufen.

Gefordert wurden unter anderen das Anlegen eines Mastwurfes, das Befestigen einer Feuerwehrleine, das Anlegen eines Brustbundes, das Auswerfen eines doppelt gerollten C-Schlauches innerhalb eines seitlich begrenzten Feldes, der Zielwurf mit einer Feuerwehrleine, das Kuppeln von zwei Saugschläuchen als Wassertrupp und Schlauchtrupps, das Ankuppeln eines CM-Strahlrohrs oder C-Hohlstrahlrohrs an einen C-Schlauch, das Zielspritzen mit der Kübelspritze sowie das Erkennen und Zuordnen von Wasser führenden Armaturen, Kupplungen und Zubehör.

Dabei war nicht nur schnelles und sauberes Arbeiten verlangt, sondern auch die Verständigung und Zusammenarbeit im Team. Die Jugendlichen absolvierten alle Aufgaben mit Bravour.

Insgesamt elf Aufgaben

Neben Kreisbrandinspektor Anton Brandner verschafften sich die Kommandanten und weitere Funktionsträger beider Feuerwehren, Marktbürgermeister Franz Rasp und zahlreiche Eltern ein Bild über den Leistungsstand des Feuerwehrnachwuchses. Kreisjugendwart Hans Grabner aus Bayerisch Gmain und sein Schiedsrichterteam prüften die Jugendlichen mit insgesamt elf Aufgaben auf verschiedene Einsatztätigkeiten, die sie später beherrschen müssen.

Nachwuchs gesucht

Die Feuerwehren in Berchtesgaden und Schönau sind weiterhin auf der Suche nach Jugendlichen und Erwachsenen, die sich in der Feuerwehr engagieren und sich damit in den Dienst der Allgemeinheit stellen wollen. Interessierte wenden sich an die jeweiligen Jugendwarte oder Kommandanten oder schauen bei einer Übung am Gerätehaus vorbei. Christian Wechslinger

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