Sonnenuntergang
Bildtext einblenden
Beim Anblick solch eines Sonnenuntergangs versteht man die Anziehungskraft der Nordsee. Foto: dpa
Küstenregion erkunden
Bildtext einblenden
Mit einem Leihfahrrad lässt sich die Küstenregion gut erkunden. Foto: dpa
Pfahlbau-Restaurant Strandhütte
Bildtext einblenden
Im Pfahlbau-Restaurant Strandhütte im Ortsteil Dorf gibt es Friesenwaffel. Foto: dpa
Restaurant Arche Noah
Bildtext einblenden
Das Arche Noah am zentralen Strandabschnitt im Ortsteil Bad ist eines von fünf Restaurants, die entlang des Strands auf Pfählen stehen. Foto: dpa
Westküstenpark & Robbarium
Bildtext einblenden
Alpakas grasen im Westküstenpark & Robbarium in St. Peter-Ording. Foto: dpa
Dünen, Wald und Nordsee
Bildtext einblenden
Von der Aussichtsplattform Maleens Knoll fällt der Blick auf Dünen, Wald und Nordsee. Foto: dpa
Historische Relikte
Bildtext einblenden
Blick ins Museum Landschaft Eiderstedt mit historischen Relikten wie einem schwarzen Brautkleid aus dem Jahr 1850 (im Hintergrund rechts). Foto: dpa
Museum Landschaft Eiderstedt
Bildtext einblenden
Das Museum Landschaft Eiderstedt in St. Peter-Ording bringt die Geschichte und die Besonderheiten der Region näher. Foto: dpa
Plattform Maleens Knoll
Bildtext einblenden
Die Plattform Maleens Knoll wurde auf dem höchsten Punkt der Dünen von St. Peter-Ording errichtet. Foto: dpa

St. Peter-Ording: Mehr als Sandstrand und Wattenmeer

St. Peter-Ording (dpa/tmn) - Der kilometerweite Sandstrand ist das Kapital des Nordseebads. Doch St. Peter-Ording mit seinen außergewöhnlichen Pfahlbauten verspricht auch abseits des Meeres vielfältige Erlebnisse.


Wer sich über die lang gestreckte Seebrücke zur Nordsee aufmacht, steht bald in einer schier endlosen Weite - nichts als Meer, Sand und Seeluft im Takt der Gezeiten. Über zwölf Kilometer erstreckt sich der feine Sandstrand von Nord nach Süd. Bis zu zwei Kilometer ist er breit.

Dieser Strand hat St. Peter-Ording berühmt gemacht. Er zählt - wie das gesamte deutsche Wattenmeer - zum Unesco-Weltnaturerbe. Barfüßler genießen ausgedehnte Spaziergänge entlang der Brandung, Wasserratten stürzen sich in die Fluten, Erholungssuchende lieben die Auszeit im Strandkorb. Doch der Kurort an der Nordseeküste im Westen der Halbinsel Eiderstedt hält mehr als Strandleben bereit.

Über den Dingen schweben

Bäckermeister Max Ranft errichtete 1911 den ersten der charakteristischen Pfahlbauten am Strand von St. Peter-Ording. Er nannte ihn »Giftbude«, was dem Plattdeutschen im Sinne von »dor gift dat wat« entlehnt ist (»Dort gibt es was«). Und was gab es dort? Butterkuchen und Schnaps - die erste Strandbar war geboren.

Längst sind die Pfahlbauten ein Wahrzeichen der Gemeinde. Von Nord bis Süd streben fünf Restaurants auf mächtigen Lärchenpfählen bis zu sieben Meter gen Himmel. Man speist, während man quasi über dem Strand schwebt. Hinzu gesellen sich die Pfahlbauten der Badeaufsichten sowie die Toilettenhäuschen.

Vier Mal Vielfalt - die Ortsteile Ording, Bad, Dorf und Böhl

St. Peter-Ording hat vier Ortsteile mit je ganz eigenem Flair. Das Eldorado für Wassersportfans ist der Ordinger Strand im Norden. Hier wirbeln Kite-Surfer durch die Lüfte, balancieren Stand-Up-Paddler auf dem Meer und geben sich Surfer heranrauschenden Wellen hin. Am großen Strandparkplatz stehen zahllose Vans und Campingmobile.

Der Ortsteil Bad bildet das quirlige Herz des Orts. Auf der 1095 Meter langen Seebrücke pilgern Urlauber entlang Salzwiesen Richtung Strand. In Bad finden sich zahlreiche Hotels, die Dünen-Therme und die Erlebnis-Promenade für Familien und Fitnessfans.

Weiter südlich locken im Ortsteil Dorf Boutiquen, Restaurants und Cafés. Rund um die namensgebende Kirche St. Peter drapiert sich der historische Ortskern. Spannende Einblicke in die Vergangenheit der Region zeigt das Museum Landschaft Eiderstedt. Tierisch ist der Besuch des Westküstenparks und Robbariums.

Am südlichsten, meist ruhigeren Strandabschnitt Böhl galoppieren Reiterinnen und Reiter auf ihren Pferden gerne dem Sonnenuntergang entgegen, während der Böhler Leuchtturm die ersten Sichtzeichen aufs Meer hinausschickt.

Sanfte Erholung im Küstendünenwald

Ein manchmal übersehener Schatz St. Peter-Ordings ist der bewaldete Küstendünengürtel. Das Naturschutzgebiet erstreckt sich östlich des Seedeiches über mehrere Kilometer entlang der Ortschaft.

Besonders schön ist ein Spaziergang in den stillen, frühen Morgenstunden, wenn Frühnebel und sanfte Sonnenfäden das Gehölz durchziehen. Der Höhepunkt: die Aussichtsdüne Maleens Knoll. Sind die Stufen der hölzernen Plattform erklommen, reicht der Blick über Dünen und Wald, Salzwiesen und Strand bis hinaus zum anbrandenden Meer.

St. Peter-Ording

Anreise: St. Peter-Ording ist mit der Bahn (über Husum) gut erreichbar. Es fahren stündlich Regionalbahnen.

Tipp: Um St. Peter-Ording zu erkunden, lohnt ein Leihfahrrad. Damit lassen sich auch Touren auf der Halbinsel Eiderstedt unternehmen. Ein legendäres Ziel der Gegend ist nach rund 15 Kilometern erreicht: der rot-weiß gestreifte Leuchtturm Westerhever, deutschlandweit bekannt aus TV-Spots einer größeren norddeutschen Biermarke und das Wahrzeichen der Halbinsel.

Informationen: Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording, Maleens Knoll 2, 25826 St. Peter-Ording (Tel.: 04863/ 9990; E-Mail: info@tz-spo.de)

Strandbar 54° Nord

Die Ortsteile von St. Peter-Ording

Dünen-Therme

Museum Landschaft Eiderstedt

Westküstenpark und Robbarium

Restaurant Salt and Silver

Infos zu den Küstendünen

Leuchtturm Westerhever

© dpa-infocom, dpa:220621-99-743017/5