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30 Millionen Euro für den Neubau der Dokumentation – Ausstellungsmodell präsentiert

Staatsminister Söder legt Grundstein am Obersalzberg

Berchtesgaden – Heimat- und Finanzminister Markus Söder hat auf dem Obersalzberg den Grundstein für den Neubau der Dokumentation Obersalzberg gelegt. Diese soll samt Ausstellung, Konzeption und Einrichtung rund 30 Millionen Euro kosten, rund 8 Millionen Euro mehr als bislang kommuniziert. Das Richtfest soll „vor September 2018“ stattfinden, die Fertigstellung ist für 2020 geplant.

Staatsminister Markus Söder und Landtagsabgeordnete Michaela Kaniber bei der Grundsteinlegung des Neubaus der Dokumentation Obersalzberg.

Den Grundstein legte Staatsminister Markus Söder gemeinsam mit Landtagsabgeordneter Michaela Kaniber und dem Vorsitzenden der Berchtesgadener Landesstiftung und Landrat Georg Grabner. Dazu versenkten sie eine große Kapsel, die mit Geldstücken, Bauplänen, Glückwünschen und einer aktuellen Tageszeitung bestückt wurde. Dass die Dokumentation Obersalzberg neu gebaut werden soll, wurde seit Jahren diskutiert. Denn die Resonanz der breiten Öffentlichkeit hatte von Anfang an jede Erwartung deutlich übertroffen: Die am 20. Oktober 1999 eröffnete Dokumentation, die ursprünglich für rund 35000 Besucher pro Jahr konzipiert worden war, verzeichnet jährlich mittlerweile durchschnittlich 170000 Besucher aus dem In- und Ausland. „In Spitzenzeiten kommen fast 1500 Leute am Tag“, sagte Finanzminister Söder. Rund 8000 Schulklassen haben sich die Dauerausstellung, die bislang auf knapp 300 Quadratmetern stattfand, bereits angesehen.

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Hier soll bis 2020 die neue Bildungseinrichtung mit 1000 Quadratmetern Ausstellungsflächen entstehen.

Die Dokumentation auf dem Obersalzberg sei eine „bundesweit und international bedeutende Einrichtung“, sagte Söder, dem nach eigener Aussage viel daran liege, die Zeit des Nationalsozialismus auch weiterhin konsequent aufzuarbeiten. Durch den Neubau wird die Ausstellungsfläche, die neben der Dauer- auch eine Wechselausstellung beinhaltet, auf rund 1000 Quadratmeter erweitert. Auf Basis neuester Forschungsergebnisse soll die neue Einrichtung „wissenschaftlich-didaktische Geschichtsvermittlung auf höchstem Niveau vermitteln“, sagte der Minister. Künftig könne noch intensiver zur „Entmystifizierung des Ortes beigetragen werden. Wir wollen das Geschichtsbewusstsein insbesondere der jüngeren Generationen stärken und dem alten und neuen Rechtsextremismus entgegenwirken.“ Auf dem Obersalzberg investiere der Freistaat Bayern aktiv in Bildungsarbeit und Prävention und stelle sich der „historischen Verantwortung.“

Den vollständigen Artikel können Sie am Donnerstag in der Printausgabe lesen.

Kilian Pfeiffer