Stadt verbessert mechanische Reinigung des Abwassers

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Die Stadt Traunstein verbessert in ihrem Klärwerk die mechanische Reinigung des Abwassers. (Foto: Pültz)

Traunstein – Die Stadt verbessert immer wieder ihre Kläranlage in Empfing. Im Brennpunkt steht zurzeit eine Optimierung der mechanischen Reinigung des Abwassers. Schritt für Schritt holt sie sich Firmen ins Haus, die die Planungen umsetzen.


Nachdem der Stadtrat bereits im Frühjahr erste Aufträge für die Anschaffung von Maschinen vergeben hatte, folgte nun ein weiterer für die Errichtung von Gebäuden. Einstimmig entschied er sich für einen Baumeister, der das Feinrechengebäude, den Grobsandfang, die Sandfangbelüftung und den Zulaufmesschacht schafft. Die Wahl fiel auf die Firma Schmölzl in Bayerisch Gmain. Die Investitionen betragen rund eine Million Euro.

Die Kläranlage in Empfing reinigt das Abwasser aus Traunstein und aus Gemeinden in der Umgebung. Mehrere Verfahren kommen zur Anwendung. In der mechanischen Reinigung werden grobe Verschmutzungen entfernt: Steine, Äste, Laub und andere Stoffe werden entnommen, die die Pumpen verstopfen und die weiteren Reinigungsschritte in ihrer Effizienz beeinträchtigen würden. Auf die mechanische folgt dann die biologische Reinigung.

Das laufende Verfahren für die Optimierung der mechanischen Reinigung erläuterte Andreas Prams, der im Rathaus für die Stadtentwässerung verantwortlich ist. So führte er aus, dass nach den Maschinen nun die Gebäude im Fokus stehen würden.

Rückblick: Die Ausschreibung zur Optimierung der mechanischen Reinigung hatte die Stadt in fünf Lose aufgeteilt. Für einen ersten Teil der Arbeiten fand sie bereits Anfang des Jahres Firmen: Im März vergab der Stadtrat die Lose 1 bis 3 für die maschinelle Ausrüstung des Sandfangs, des Sandwäschers und des Feinrechens.

Im weiteren Verlauf nahm die Stadt dann das Los 4 ins Visier: Sie ging in die Ausschreibung der Baumeisterarbeiten für das Feinrechengebäude und den Grobsandfang. Um wirtschaftliche Preise zu erzielen, suchte sie zeitgleich eine Baufirma, die die Sandfangbelüftung und die Zulaufmengenmessung erneuert.

Die Stadt forderte elf Firmen auf, ein Angebot abzugeben. Zwei von ihnen meldeten sich und waren interessiert, die Arbeiten zu übernehmen. Und der Stadtrat vergab nun den Auftrag an jenen Bieter, der das günstigere Angebot abgegeben hatte: an die Firma Schmölzl in Bayerisch Gmain. Sie sagte zu, die Arbeiten für 1,06 Millionen zu erledigen. Der Beschluss des Gremiums erfolgte ohne Diskussion und war einstimmig.

Mit der Vergabe der Baumeisterarbeiten sind nun fast alle Weichen für die Optimierung der mechanischen Reinigung des Abwassers gestellt. Allein das Los 5 mit dem Elektroanschluss und der Datenanbindung ist noch zu vergeben.