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Auch er schaffte die Qualifikation für den IBU-Cup: Johannes Donhauser vom SC Ruhpolding, der sogar die beste Gesamtleistung zeigte. (Foto: Wukits) Foto: Ernst Wukits

Starke Leistungen bei der Qualifikation

»Sie haben es alle recht gut gemacht«: So lobt Tobias Reiter, Trainer des deutschen Perspektivkaders der Männer, seine Schützlinge. Denn vier von ihnen schafften bei den Qualifikationswettkämpfen der deutschen Mannschaft die Qualifikation für den IBU-Cup. 


Dass neben dem Oberhofer Simon Kaiser gleich drei Sportler des Stützpunkts Ruhpolding den Sprung in den Kader geschafft hätten, sei dann »natürlich besonders gut« gewesen, betont der Oberwössner. Die Qualifikation schafften nämlich in Obertilliach Johannes Donhauser, Marco Groß (beide SC Ruhpolding) und Dominic Schmuck.

»Johannes Donhauser hat sogar die Gesamtrangliste gewonnen, aber auch alle anderen haben es gut gemacht.« Erfreulich außerdem: Simon Groß (SC Ruhpolding) erkämpfte sich den Status als erster Nachrücker.

Dagegen schaffte Matthias Dorfer (SV Marzoll), der bei der Deutschen Meisterschaft im Herbst noch überzeugt hatte, (noch) nicht den Sprung in den Kader. Das ist zwar ärgerlich, weil er bei der Deutschen Meisterschaft so gut war. Aber er muss sich nun am Stützpunkt weiter bestmöglich vorbereiten, dann kann er sich im Deutschlandpokal für den IBU-Cup empfehlen«, macht ihm Reiter Mut.

Angetan war der Oberwössner auch von den Bedingungen in Obertilliach: »Es war sehr fair, es gab praktisch für alle die gleichen Bedingungen. Es gab auch kaum Wind, und die Strecke war wirklich sehr gut«, lobt der 37-Jährige.

Aus dem A-Team waren aus dem Stützpunkt Johannes Kühn (WSV Reit im Winkl) und Philipp Nawrath (SK Nesselwang) für den Weltcup gesetzt worden.

Bei den Frauen hatten aus dem Stützpunkt Olympiasiegerin Denise Herrmann-Wick (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal) und Franziska Preuß (SC Haag) bereits einen Startplatz für die höchste Wettkampfebene sicher. Erfreulich war hier, dass sich bei der Weltcup-Qualifikation in Vuokatti (Finnland) auch noch ihre Stützpunkt-Kolleginnen Sophia Schneider (SV Oberteisendorf) und Anna Weidel (WSV Kiefersfelden) einen Platz im Weltcup sicherten.

Nicht geschafft hatte diesen Sprung in Vuokatti Stützpunkt-Athletin Vanessa Hinz (SC Schliersee). Sie war in der Saisonvorbereitung durch mehrere gesundheitliche Rückschläge zurückgeworfen worden. Sie tritt nun im IBU-Cup an. Für diesen war Lisa Spark (SC Traunstein) bereits gesetzt. Dennoch trat die 22-Jährige bei der IBU-Cup-Qualifikation in Obertilliach an – und gewann sogar die Gesamtwertung.

Aus dem Stützpunkt schafften es auch die starke Nachwuchsläuferin Johanna Puff (SC Bayrischzell/20 Jahre) sowie Marion Wiesensarter (SV Oberteisendorf) in den IBU-Cup. Dabei musste Wiesensarter hart kämpfen: Im ersten Rennen hatte sie sich verlaufen und damit ein Top-Ergebnis verpasst. Im zweiten Lauf war daher eine Siegleistung gefordert – und die 27-Jährige »lieferte«: Sie gewann und bewies damit nicht nur gute Form, sondern auch starke Nerven. Mit diesem Selbstbewusstsein kann sie nun beim IBU-Cup, der am kommenden Dienstag in Idre (Schweden) mit dem Sprint eröffnet wird, weiter um gute Platzierungen kämpfen. In Idre folgen bis zum 4. Dezember weitere Wettkämpfe. »Jetzt geht's darum, läuferisch noch eine kleine Schippe draufzupacken«, sieht Reiter die deutschen Aktiven weiterhin gefordert.

Für diejenigen, die im Weltcup antreten, geht es ebenfalls am kommenden Dienstag los. Da steht in Kontiolahti (Finnland) der Einzellauf der Männer auf dem Programm, tags darauf der Einzellauf der Frauen. Es folgen die Weltcups in Hochfilzen (8. bis 11. Dezember), Annecy (Frankreich/15. bis 18. Dezember) und Pokljuka (Slowenien/5. bis 8. Januar), ehe für die deutschen Biathleten vom 11. bis 15. Januar das Heimspiel in der Ruhpoldinger Chiemgau-Arena auf dem Programm steht. Für diesen möchten sich möglichst viele Aktive aus dem heimischen Stützpunkt durch gute Leistungen im Weltcup oder im IBU-Cup empfehlen ...

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