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Die Überseerin Anna Hahner holte sich beim 5. Chiemgau-Trail-Run mit einem Vorsprung von 20 Minuten den Sieg auf der Marathondistanz. (Foto: Philipp Reiter)

Starke Leistungen beim Jubiläum des Chiemgau-Trail-Runs

Was für ein Lauferlebnis: Trotz Dauerregen und einer kurzfristigen Streckenänderung feierte der Chiemgau-Trail-Run (CTR) mit zahlreichen Zuschauern und knapp 900 Läufern im Kurpark von Marquartstein seinen 5. Geburtstag. Und als zusätzlicher Höhepunkt wurden sowohl auf der Halbmarathon- als auch auf der Ultramarathondistanz (60 Kilometer) zum ersten Mal die Deutschen Meisterschaften der German Skyrunning Federation im Trailrunning ausgetragen. 


Das Rennen blieb durch das hochkarätige Teilnehmerfeld bis zum Schluss spannend. Nach einem anstrengenden Schlusssprint erreichte auf der Kurzdistanz über 10 Kilometer Stefano de Nicola vom Team Scalando il Vesuvio nach46 Minuten als Erster das Ziel. Die Marathon-Distanz gewann Tomas Hudec (4:01:50) vom Team Inov-8/Trailpoint, gefolgt von Roman Manetsch (4:03:30) von Team Salomon Switzerland/STB und Pierre-Emmanuel Alexandre (4:04:48) vom Team Salomon Trail Running Germany.

Bei den Frauen holte sich die Lokalmatadorin Anna Hahner vom Team Adidas Terrex mit überragenden 20 Minuten Vorsprung den Sieg auf der Marathondistanz (4:37:21) (siehe Kasten). Dahinter folgten Lisa Wimmer (4:57:22) und Dominika Stelmach (5:00:09) von den Adidas Runners Warsaw.

Des Weiteren gewannen Amelie Hofbauer vom PTSV Rosenheim (10 km/0:56:38), Rebecca Robisch (21 km/2:09:52), Maximilian Zeus (21 km/1:45:34) vom Salomon Running Team/LG Telis Finanz Regensburg, Marie-Luise Mühlbauer (60 km/ 6:14:39) vom Salomon Team AT und Benjamin Bublak (60 km/5:25:01) vom Team Dynafit. Bei anhaltendem Regen und wolkenverhangenen Bergen ging es für die Trailrunner auf vier verschiedenen Distanzen in die Chiemgauer Alpen. Hier mussten die Teilnehmer nicht nur ihre Ausdauer, sondern vor allem ihre Trittsicherheit unter Beweis stellen. Um 6 Uhr morgens läutete die Kuhglocke bereits den Start der Ultradistanz über 52 Kilometer und 3100 Höhenmeter ein.

Aufgrund der schlechten Witterungsverhältnisse hatten sich die Veranstalter noch in der Nacht dazu entschieden, die Strecke der Ultradistanz zu verkürzen und die Kampenwand aus Sicherheitsgründen dieses Jahr nicht anzulaufen. Die Strecke wurde dadurch um etwa acht Kilometer verkürzt.

Vom Start in Marquartstein aus führte der Trail die Läufer zuerst in Richtung Vorderalm, über zahlreiche Schneefelder im »Stoa-acker« hinauf zum Hochgerngipfel und weiter in Richtung Jochberg, bevor es dann zur »Halbzeit« zurück in den Kurpark ging. Hier machten sich währenddessen die Teilnehmer der Marathon-Strecke (2560 Höhenmeter), die auch Teil der Golden-Trail-National-Series von Deutschland, Österreich und der Schweiz ist, ebenfalls auf den Weg in Richtung Vorderalm und Hochgern.

Der zweite Teil der Strecke führte, wie auch im Vorjahr, südseitig über die Huberalm zum Hochplattengipfel und von dort zur Hefteralm und zurück zum Kurpark. Die Halbmarathon-Läufer (1256 Höhenmeter), die um 9 Uhr in Richtung Westen starteten, verfolgten die gleiche Strecke entlang der Hochplatte. Um 10 Uhr läutete die Kuhglocke ein letztes Mal für die 10-Kilometer-Distanz (519 Höhenmeter), die die ersten Teilnehmer bereits in unter 50 Minuten absolvierten.

Nach dem Rennen zeigte sich Projektleiterin Anna Bachhammer sichtlich erleichtert über den reibungslosen Ablauf und die erfolgreiche Durchführung der Veranstaltung – und das trotz der schlechten Witterungsverhältnisse: »Wir sind froh darüber, dass der CTR auch dieses Jahr wieder mit so vielen Teilnehmern stattfinden konnte und es trotz des Regens in den Vortagen keine ernsthaften Verletzungen gab.«

Veranstalter Dominik Hartmann war außerdem dankbar für die große Hilfe und die Zusammenarbeit aller Beteiligten – allen voran den Helfern des BRK, der Freiwilligen Feuerwehr und der Bergwacht. »Nach all den Anstrengungen der letzten Jahre und der großen Ungewissheit sind wir stolz darauf, dass sich der Chiemgau-Trail-Run trotz aller Umstände so entwickeln konnte und mittlerweile international als guter Einstieg in die Trailrunning-Saison gilt!«

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