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«Starkes Zeichen»: Hamilton in Frankreich auf der Pole

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Lewis Hamilton hat sich für das Rennen in Frankreich Startplatz Nummer eins gesichert. Foto: Claude Paris/AP Foto: dpa

Ein neuer Motor verhilft Lewis Hamilton in Frankreich zur Pole Position. Formel-1-Spitzenreiter Sebastian Vettel sieht trotzdem Chancen für das Rennen.


Le Castellet (dpa) - Lewis Hamilton wischte sich nach der Fahrt zur 75. Pole Position seiner Formel-1-Karriere nur ein paar Tropfen Schweiß von der Stirn.

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Mit Startplatz eins für den ersten Grand Prix von Frankreich seit zehn Jahren sicherte sich der Mercedes-Star am Samstag auch dank eines stärkeren Motors die besten Chancen, Ferrari-Rivale Sebastian Vettel sofort wieder von der WM-Spitze zu verdrängen. «Ganz vorn zu stehen, das ist ein starkes Zeichen des Teams», sagte der 33 Jahre alte Hamilton, dessen finnischer Stallgefährte Valtteri Bottas in der Qualifikation von Le Castellet noch vor Vettel auf Platz zwei gefahren war.

Nur ein WM-Punkt trennt Hamilton und den führenden Vettel vor dem achten Saisonlauf am Sonntag in Südfrankreich, nachdem der Deutsche zuletzt ungefährdet in Kanada gewonnen hatte. «Ich habe nicht die richtige Balance gefunden und es im letzten Versuch ein bisschen übertrieben», erklärte Vettel nach der Startplatzjagd. Der 30-Jährige versicherte jedoch auch: «Mit Platz drei bin ich zufrieden, unser Auto sollte im Rennen gut sein.»

Vettel hatte von Beginn an viel Mühe, sich auf den Circuit Paul Ricard in den Bergen nahe Marseille einzustellen. Im Training am Freitag kostete ihn ein Problem mit der Lenkung viel Zeit, die Ferrari-Mechaniker legten für weitere Arbeiten am Auto sogar eine Nachtschicht ein. Am Samstag fielen dann jedoch die abschließenden Übungsrunden wegen heftigen Regens ins Wasser. «Ist nicht so der Hit», lautete das Urteil des Hessen über die Rennstrecke.

Dagegen lief es für Hamilton rund. Mit dem neuen Motor, der mindestens zehn PS mehr Leistung hat, dominierte der Brite bereits das Training und war auch in allen drei Durchgängen der Qualifikation der Schnellste. Den Rückschlag in Kanada zwei Wochen zuvor, als Hamilton unplanmäßig noch mit dem alten Triebwerk in seinem Silberpfeil fahren musste und als Fünfter die WM-Führung verlor, hat der viermalige Weltmeister anscheinend bestens verarbeitet.

«Wir brauchten diesen neuen Motor, weil es da vorn so eng ist. Er fühlt sich toll an, wirklich stark», sagte Hamilton-Kollege Bottas. Der gemeinsame Start der Mercedes-Fahrer aus der ersten Reihe sei ein zusätzlicher Vorteil im Dauerduell mit Vettel und Ferrari. «Eins und Zwei ist perfekt», sagte Bottas.

«Das Rennen ist neu. Ich will der Erste sein, der hier gewinnt», hatte Hamilton schon vor der Qualifikation gesagt. Zehn Jahre ist es seit dem letzten Rennen in Magny-Cours her, seit ein Grand Prix in Frankreich gefahren wurde. Das bislang letzte Gastspiel auf dem Circuit Paul Ricard liegt gar schon 28 Jahre zurück. Der seither mehrfach modernisierte Kurs diente zuletzt vor allem als Teststrecke.

Für Renault-Pilot Nico Hülkenberg lief es beim Heimspiel seines Arbeitgebers nur mäßig. Der Rheinländer kam nicht über Rang zwölf hinaus und wird sich am Sonntag steigern müssen, um in die Punkteränge vorzustoßen.

Mit dem Rennen in Frankreich beginnt für die Formel 1 die anstrengendste Zeit der Saison. In 14 Tagen werden gleich drei Grand Prix gefahren.

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