weather-image
15°

Start für den Umbau des Mozarteums

3.0
3.0
Bildtext einblenden
Das künftige Foyer in der Innenansicht.
Bildtext einblenden
Das große Foyer in der Außenansicht. (Fotos: Mozarteum)

Mit der Baugenehmigung durch die Stadt Salzburg kann der lang geplante und ersehnte Umbau der Stiftung Mozarteum in Angriff genommen werden.


Die Neugestaltung des Foyer-Trakts, die Renovierung der Konzertsäle Großer Saal und Wiener Saal, dazu die Integration des Bastionsgartens in den Konzertbetrieb verbessert den Konzertbesuch im Mozarteum und ermöglicht neue Verwaltungskonzepte. Seit über 100 Jahren war der bisherige Pausenraum eine Notlösung. Das Salzburger Architekturbüro Maria Flöckner und Herrmann Schöll ging beim Architektenwettbewerb 2018 als Sieger hervor. Ihr Entwurf verbindet zeitgemäß, hell und elegant die beiden Gebäudetrakte: den Verwaltungs- und Schultrakt (Schwarzstraße 26) und den Konzerttrakt (Schwarzstraße 28). Das Große Foyer wird im ersten Stock mit 170 Quadratmetern ausreichend Fläche für Pausenaufenthalte mit genügend Abstand gewährleisten. Im Erdgeschoss entsteht auf 200 Quadratmetern ein wesentlich erweiterter Eingangs-und Garderobenbereich sowie ein zusätzlicher Treppenaufgang. Ein weiterer Aufzug ermöglicht künftig einen barrierefreien Zugang ins gesamte Gebäude. Das Große Foyer öffnet dann eine neue Achse von der Schwarzstraße zum Mirabellgarten mit dem Ziel, den Bastionsgarten im Sommer für Veranstaltungen verstärkt nutzen zu können. Notwendige Revitalisierungsmaßnahmen sollen die Konzertsäle zukunftsfähig machen. Das bedeutet eine neue (temporär entfernbare) Bestuhlung, eine Optimierung der Lichtsituation, die Reinigung der Propter Homines Orgel und den Einbau modernster Technik. Mit der Wiedereröffnung des Gebäudes im Sommer 2022 bietet die Stiftung Mozarteum mitten in Salzburg allen Gästen eines der modernsten Konzerthäuser Europas.

Anzeige

Für den Umbau im laufenden Betrieb wurde in Kooperation mit den Veranstaltungspartnern Salzburger Festspiele, Camerata Salzburg und Mozarteumorchester Salzburg ein mehrstufiger Plan entwickelt, die Sperrzeiten während des Umbaus zu minimieren. Bis zur Mozartwoche 2021 finden weiterhin Konzerte im Großen Saal statt, danach ruht der Betrieb während der umfassenden Umbauarbeiten. Zur Durchführung der Salzburger Festspiele 2021 sowie der Mozartwoche 2022 werden die Bauarbeiten für mehrere Wochen unterbrochen.

Vor genau 110 Jahren erfolgte die feierliche Grundsteinlegung für das Mozarteum mit Lilli Lehmann und in Anwesenheit von Erzherzog Eugen, der die drei Hammerschläge mit den Worten »Mozart zur Ehr', Salzburg zur Zier, der Kunst eine Stätte« begleitete.

Mozartfreunde und Interessierte haben jetzt Gelegenheit, sich bei der limitierten Aktion »Mein Stein für Mozart« mit einem Baustein zu je 1000 Euro am Umbauprojekt zu beteiligen. Sie erhalten zur Erinnerung eine neu gestaltete Kopie des Grundsteins aus Marmor und werden mit Namensnennung auf einer Tafel im Mozarteum gewürdigt.

Elisabeth Aumiller