Start für grenzübergreifende Studie zur Wiederverwendung im Berchtesgadener Land und in Traunstein gestartet

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Von links nach rechts: 1. Obmann Stv. Ing. Georg Dundja (Regionalverband Flachgau-Nord), Astrid Steinkirchner (Landkreis Traunstein), Markus Meissner (pulswerk), GF Cathrine Maislinger, MA (Regionalverband Flachgau-Nord) und Andreas Wurm (Landkreis Berchtesgadener Land). Foto: Landratsamt Berchtesgadener Land

Berchtesgadener Land/Traunstein/Oberndorf – Mitte März fand in Oberndorf (Regionalverband Flachgau-Nord, Österreich) das erste Projekttreffen des Interreg-Kleinprojekts "Re-Use: Re-gional" statt. Der Regionalverband Flachgau-Nord und die Landkreise Berchtesgadener Land und Traunstein geben eine Machbarkeitsstudie in Auftrag, um für die grenzübergreifende Region zu prüfen, ob ein oder mehrere Standorte für Zentren zur Wiederverwendung von Abfall (Re-Use-Zentren) Potential haben.


In einem Re-Use Zentrum werden Materialien, die noch brauchbar wären, aber im Abfall landen soweit geprüft, repariert und aufbereitet, dass das sogenannte „Abfallende“ festgestellt und die Produkte wiederverwendet bzw. verkauft werden können. Im Rahmen des Treffens wurden die ersten Schritte zur Potentialanalyse für ein Re-Use Zentrum in den drei Regionen diskutiert. Fragen nach den möglichen Akteuren, dem wiederverwendbaren Material und dem Einzugsgebiet wurden erörtert.

Der Fachbereichsleiter der Kommunalen Abfallwirtschaft im Landkreis Berchtesgadener Land, Thomas Hartenberger: „Der beste Abfall ist der, der erst gar nicht entsteht. Wenn aber für den Einzelnen eine Sache als Abfall gilt, kann es trotzdem sein, dass wir noch einen anderen Benutzer – vielleicht auch nach einer geringfügigen Reparatur – finden können. Mit dem Projekt legen wir die Grundlagen für ein modernes Abfallwirtschaftsmanagement im Landkreis.“ Abfallberater Andreas Wurm unterstreicht: „Abfallvermeidung ist ein sehr wichtiges Thema, umso mehr freuen wir uns, mit diesem Projekt weitere Möglichkeiten zur Wiederverwendung zu untersuchen. Dies ist ein wichtiger Schritt, um künftig vermehrt Ressourcen zu schonen und die lokale Wirtschaft zu stärken.“

Ziele des Projekts sind die Konzeptionierung eines „idealen“ Re-Use-Zentrums, die juristische Prüfung (insbesondere Haftungsfragen), ein begleitendes Öffentlichkeitsarbeits- und Bewusstseinsbildungskonzept, um langfristig Abfall zu vermeiden. Nach Prüfung der untersuchten Szenarien kann ein Aufbau regionaler Re-Use-Zentren geplant werden. "Re-Use: Regional" ist ein gefördertes Projekt des EU-Programms Interreg Bayern-Österreich 2014-2020, mit Unterstützung der EuRegio Salzburg-Berchtesgadener Land-Traunstein.

fb/red