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Die neue Vorstandschaft der Heimatbühne mit Simon Schmidt, Julia Weiß, Eva Bauer (Schriftführerin), Stefan Lentner (2. Vorsitzender), Thomas Bauer (Vorsitzender), Anita Huber und Bastian Starflinger. (Foto: T. Eder)

Staudach-Egerndacher Heimatbühne legt wieder richtig los

Staudach-Egerndach – Vor vier Jahren erst stand die Heimatbühne vor einem Neuanfang. Begeistert und engagiert startete die neue Vorstandschaft und konnte 2018 und 2019 gleich mehrere Stücke auf die Bühne bringen. Doch dann kam die Zwangspause. Jetzt aber soll es wieder richtig losgehen, betonte Vorsitzender Thomas Bauer bei der Jahreshauptversammlung.


Bereits die große Beteiligung an der Versammlung von fast 30 Mitgliedern, die fast alle auf die Bühne zurückwollen, verdeutlichte die Begeisterung und die Sehnsucht nach Applaus und Bühne. Thomas Bauer blickte auf vier Jahre zurück, damals nach der Jahreshauptversammlung ging es gleich mit den Proben los und so wurden 2018 von der Jugendgruppe »Der Brandner Kasper« gezeigt. Der Nachwuchs erhielt sehr viel Lob und Anerkennung für seine Aufführungen.

Zudem wurde der »Kuchadeig« mit erwachsenen und jungen Spielern aufgeführt. Auch die Erwachsenen begeisterten mit ihrem Stück »A Rindvieh bleibt a Rindvieh«. 2019 organisierte der Verein das Starkbierfest und zeigte die »Grazienschau«. Immer sehr beliebt sind die Weihnachtstheaterstücke. 2019 spielte die Jugend den »Computerengel« und die Erwachsenen begeisterten mit der »Himmelsaktie«. Wie Bauer berichtete, waren die neuen Stücke für die Saison 2020 bereits gewählt und auch erste Leseproben folgten. Doch dann verhinderte die Pandemie das Proben und die Auftritte. Seither passierte nicht viel. Die Beschränkungen machten einen kontinuierlichen Probenbetrieb unmöglich. Nun sehe es so aus, als könne durchgestartet werden, sagte Bauer. Im Oktober soll wieder ein Dreiakter mit zehn Spielern auf die Bühne gebracht werden. Das Stück ist noch nicht gewählt. Dennoch möchte man bereits im Mai mit der Probenarbeit beginnen, informierte Bauer. Auch zur Weihnachtszeit sind Veranstaltungen vorgesehen. Geplant sind zwei Einakter. Bauer schlug des Weiteren die Teilnahme an verschiedenen Seminaren, sei es zum Thema Regie oder Bühnenbau, vor. Diese Idee wurde positiv aufgenommen. Eine Weihnachtsfeier soll ebenfalls folgen.

Aufgrund der ruhenden Arbeit des Vereins fiel auch der Kassenbericht von Hans Höger sehr kurz aus. Nach der Entlastung, beantragt von der Kassenprüferin Maria Lässing, wurde die Neuwahl unter Leitung von Bürgermeisterin Martina Gaukler durchgeführt. Thomas Bauer stellte sich erneut als Vorsitzender zur Verfügung und wurde einstimmig gewählt. Sein Stellvertreter Stefan Lentner wurde gleichwohl wiedergewählt und auch Hans Höger wird weiterhin die Kasse führen. Auch Schriftführerin Eva Bauer bleibt im Amt. Interessant wurde es bei der Wahl der Beisitzer. Drei Beisitzer waren bereits vor der Versammlung gefunden. Auf Anregung von Anita Huber, dass in den Beisitz auch Jugendliche aufgenommen werden sollen, meldeten sich spontan Julia Weiß und Simon Schmidt, die nun neben Bastian Starflinger, Elisabeth Schmidt und Anita Huber im Beisitz mitwirken. Bürgermeisterin Gaukler freute dies, zeige es doch, wie gut die Jugendlichen eingebunden sind.

Wie Anita Huber informierte, sind neben den Jugendlichen auch die Kinder der Gemeinde für das Theaterspielen zu begeistern. Derzeit werde mit 13 Kindern aus der zweiten bis vierten Klasse geprobt. Gespielte Witze der Kinder werden während des Jugendhoagarts am 13. Mai gezeigt. Als Thema wurde »Wirtshaus« gewählt.

Letztlich fragte Thomas Bauer noch, wer nun Lust hätte, dieses Jahr mitzuspielen. Mit der Resonanz – es meldeten sich fast alle – hatte selbst der Vorsitzende nicht gerechnet.

tb