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Stefan Dettl gab auf der Winklmoosalm Gas

Reit im Winkl. Es war wieder die Winklmoosalm als Höhepunkt und Finale des zweiten Chiemgau-Alm-Festivals, und es war wieder Stefan Dettl, der am vergangenen Samstag im Zentrum der Open-Air-Großveranstaltung stand. Es war vieles aber auch ganz anders als im Vorjahr.

So kamen mit rund 1000 Besuchern deutlich weniger als 2011, als Dettl noch mit »LaBrassBanda« rund 4000 Gästen musikalisch eingeheizt hatte. Wegen der geringeren Zuschauerzahl war auch nicht mehr die Gondelbahn als Transportmittel im Einsatz. Und es war auch nicht mehr der gleiche Veranstaltungsort: Die Bühne wurde dieses Mal am Fuße der Dürrnbachhorn-Sesselbahn aufbaut, ein etwas höher gelegener Platz, der einen wunderbaren Blick in Richtung Steinplatte erlaubte.

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Doch dafür hatten die zumeist jungen Besucher kaum Zeit, dafür war zu viel los auf der Bühne. Dettl war dieses Mal Gastgeber, er selbst hatte die acht auftretenden Bands eingeladen. Mit einigen hatte er früher gespielt, von allen war er aber bezüglich des musikalischen Talents sehr überzeugt: »Wenn die in ein paar Jahren groß herauskommen, könnt ihr sagen: Das haben wir damals schon gewusst, als wir sie auf der Winklmoos erlebt haben«, so der Grassauer.

Die Bands, das waren beispielsweise »Snital« oder Maria Reiser, das waren »Lenze & de Buam« oder »Schlachthofbronx«, aber auch die Truppe »Capitan Tifus«. Sie lieferten unterschiedlichste Musikrichtungen – von Ska und Latin bis zu Rock und »Calypso-Surf-rock«, einen Stil, den die ebenso aufgetretene Band »Fuadadeimuada« als den ihren bezeichnet. Die Gäste jedenfalls ließen sich dankbar auf diese musikalische Reise mitnehmen, wobei die verschiedenen Bands, die ihre Texte teils in tiefstem bayerisch intonierten, beim Publikum durchaus unterschiedliche Reaktionen auslösten.

Beste Stimmung herrschte allerdings stets dann, wenn Stefan Dettl selbst in seiner typischen, kraftvollen Manier auftrat. Er moderierte aber auch zwischen den Auftritten der Bands und erklärte dabei beispielsweise, dass dieses Open-Air-Konzert eine ideale Gelegenheit sei für »Gruppen, die noch nicht so auf dem Schirm sind und sich hier bestens präsentieren zu können«. Eine gelungene Abrundung des Gesamtprojekts »Chiemgau-Alm-Festival« also nach insgesamt 14 Konzerten auf zwölf Almen der Region. ost