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Stefan Knopf 20 Sekunden vor Josef Huber

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Zwei Berchtesgadener auf dem Podium: Stefan Knopf (M.) holte sich den deutschen Meistertitel im Skibergsteigen vor Josef Huber (l.) und Andreas Seewald.
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Ein jubelnder Stefan Knopf beim Zieleinlauf. Der Bischofswieser holte sich am Sonntag seinen ersten deutschen Meistertitel im Skibergsteigen. (Fotos: DAV/Hartmann)

Der Bischofswieser Skibergsteiger Stefan Knopf holte sich am Sonntag am Immenstädter Hausberg »Mittag« den deutschen Meistertitel in der Disziplin Vertical (Aufstieg). Er ließ der Konkurrenz genauso keine Chance wie Susi von Borstel, die sich den Titel bei den Damen sicherte.


Dichter Schneefall und eine anspruchsvolle Strecke bestimmten im Allgäu die Titelkämpfe am Dreikönigstag in dieser reinen Aufstiegsdisziplin. Nach dem Start am Stadtplatz von Immenstadt galt es, 720 Höhenmeter bis zum Gipfel des »Mittag« zu bewältigen. Der Start erfolgte zunächst im Laufschritt mit den Skiern am Rucksack. In krankheitsbedingter Abwesenheit von Top-Favorit und Weltcupsieger Anton Palzer aus Ramsau sowie des Titelverteidigers Thomas Trainer konnte sich deren Nationalmannschafts-Kollege Stefan Knopf (DAV-Sektion Berchtesgaden) schon nach dem Start absetzen und mit einem Start-Ziel-Sieg seinen ersten Meistertitel gewinnen.

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Mit 20 Sekunden Rückstand ging Silber an den Bischofswieser Josef Huber (DAV Sektion Berchtesgaden). Bronze holte sich Andreas Seewald (Lenggries), der als etatmäßiger Radsportler im Winter gelegentlich Ausflüge in die Skitouren-Rennszene wagt. Im Rennen der Damen ließ Lokalmatadorin und Nationalmannschafts-Athletin Susi von Borstel (DAV Immenstadt) keine Zweifel aufkommen, dass sie aktuell die stärkste Skibergsteigerin im Land ist.

Mit den großen Neuschneemengen in der Nacht auf Sonntag hatten die Verantwortlichen des SC Immenstadt alle Hände voll zu tun, um am Sonntagmorgen die anspruchsvolle Strecke auf den »Mittag« zu präparieren und faire Bedingungen für alle Athletinnen und Athleten zu schaffen. »Eine schöne, abwechslungsreiche Strecke und ein tolles Gefühl, hier den Titel zu holen«, bilanzierte Stefan Knopf nach dem für ihn so erfolgreichen Rennen. Der Bischofswieser weiter: »Vom Start weg habe ich mich sehr gut gefühlt und die Führung nie abgegeben. Die Bedingungen waren alles andere als einfach heute und manchmal kam ich mir als Führender ein wenig wie der Schneepflug des Rennens vor. Die Abwesenheit einiger meiner Nationalmannschaftskollegen hat zwar mit Sicherheit etwas an Spannung raus genommen, die Form stimmt aber trotzdem ganz gut bei mir. Ich freue mich jetzt auf die bevorstehenden Weltcups in Österreich, Frankreich und Andorra.« fb