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Steinmeier auf Staatsbesuch im Chiemgau

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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Donnerstag bei einem Gespräch mit Jugendlichen in den Bibliothekssaal des Augustiner-Chorherrenstifts auf der Insel Herrenchiemsee. Foto: Matthias Balk/dpa
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Frank-Walter Steinmeier schreibt ins Gästebuch des Augustiner-Chorherrenstifts auf der Insel Herrenchiemsee. Foto: Matthias Balk/dpa

Bundespräsident Steinmeier und der Ministerpräsident Seehofer waren am Donnerstag zu ihrem Besuch im Chiemgau – mehr als 400 Einsatzkräfte waren den ganzen Tag im Einsatz.


Wir haben noch eine Bilder-Galerie von Steinmeiers Besuch auf dem Irmengard-Hof:

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Mehr als 400 Polizistinnen und Polizisten waren am Donnerstag den ganzen Tag lang anlässlich des Antrittsbesuchs des neuen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier im Einsatz. Einsatzleiter Harald Pickert war danach sehr zufrieden: „Wir waren bestens auf einen der größten Einsätze in der Region vorbereitet und konnten für einen völlig störungsfreien Besuchsverlauf des Herrn Bundespräsidenten sorgen.“  

Seit Wochen liefen im Polizeipräsidium in Rosenheim und bei den beteiligten Dienststellen bereits die Planungen für den Besuch von Frank-Walter Steinmeier, dem neuen Bundespräsidenten und seiner Begleiter. Beteiligt waren an dem Polizeieinsatz letztlich mehr als 400 Beamte der Polizeipräsidien München, Oberbayern Süd und Oberbayern Nord, der Bereitschaftspolizei sowie des Bayerischen Landeskriminalamts.

Nach Einsatzende konnte Einsatzleiter Harald Pickert zufrieden Bilanz ziehen: „Obwohl natürlich die Sicherheit der Gäste an erster Stelle stand, sollten die Menschen hier durch die unvermeidbaren Straßensperrungen so wenig wie möglich in ihrem normalen Alltag beeinträchtigt werden. Ich denke, das ist uns gelungen. Alle eingesetzten Kräfte sorgten dafür, dass das Besuchsprogramm des Bundespräsidenten wie vorgeplant und ohne jeglichen Sicherheitsstörungen verlief. Dafür möchte ich mich bei meinen Kolleginnen und Kollegen bedanken.“

Pressemeldung des Polizeipräsidiums

Update, 15.40 Uhr:

Nach seinem Aufenthalt am Chiemsee sprach Steinmeier von einem rundum gelungenen Besuch. "Ich freue mich über die Vielgestaltigkeit, wie ich Bayern bisher erleben konnte", sagte er.

Das Motto "Orte der Demokratie" seiner im Freistaat begonnenen Reise durch alle 16 Bundesländer nannte der Bundespräsident "die richtige Überschrift". Zuvor hatte das Staatsoberhaupt mit Schülern über Demokratie diskutiert. Von diesen Gesprächen nehme er vor allem die Erkenntnis mit, dass junge Menschen die Gefahr sehen, dass die Demokratie als zu selbstverständlich angesehen werde.

Leserkommentar: "Kimt do de Queen?"

Das Video vom Eintreffen des Ehren-Konvois in Prien am Chiemsee sorgt auf unserer Facebook-Seite für Diskussionsstoff. Den Polizeieinsatz und die Anzahl der Sicherheitskräfte bezeichnen unsere Leser als deutlich übertrieben. Immerhin wird die Kolonne von 16 Motorrädern, zahlreichen Einsatzfahrzeugen der Polizei und des Sicherheitsdienstes sowie der Feuerwehr begleitet. Da drängt sich durchaus die Frage auf, ob das für die zwei Staatsbesucher nicht etwas viel Aufwand darstellt.

Aber die große Eskorte wird auch lustig kommentiert: "Feuerwehr und das Taxi fahren schon mal rein prophylaktisch mit", schreibt ein Leser. Oder "Kimt do de Queen?" fragt uns eine Leserin auf gut Bayerisch. Aber sollte sie doch einmal vorbeikommen, erfahren Sie es bei uns als erstes!

Zusammen mit seiner Frau Elke Büdenbender war Steinmeier um 14 Uhr Gast in einem Ferienhaus der Björn-Schulz-Stiftung für Familien mit schwerst kranken Kindern in Gstadt. Dort sprach er mit Betroffenen, deren Familien und ehrenamtlichen Helfern. Das Treffen war nicht öffentlich.

Am Nachmittag ging die Reise weiter nach Rosenheim. Dort besichtigt das Staatsoberhaupt unter anderem die Rosenheimer Produktionsstätte des Abfüll- und Verpackungskonzerns Krones AG. Nach einem Bürgerempfang, der ebenfalls in Rosenheim stattfindet, beendet der Bundespräsident dann seinen zweitägigen Besuch in Bayern. (th/dpa)

Update, 14.10 Uhr:

Bei seinem Besuch im Augustiner-Chorherrenstift hat Steinmeier vor Alarmismus in der Diskussion über eine Gefährdung der Demokratie gewarnt (Anm. d. Red.: politisches Fachwort für unnötige und übertriebene Warnungen). Er sei mit Blick auf Wahlen in europäischen Nachbarländern wie etwa Frankreich gegen eine Haltung nach dem Motto, dass schon alles verloren sei. Für die Demokratie müsse aber immer wieder neu eingestanden werden.

Update, 13.35 Uhr: Bilder-Galerie

Alle Impressionen des heutigen Tages finden Sie in unserer Bilder-Galerie:

Update, 13 Uhr:

Am zweiten Tag seines Antrittsbesuchs in Bayern besucht Frank-Walter Steinmeier den Entstehungsort des Grundgesetzes. Im ehemaligen Augustiner-Chorherrenstift auf der Insel Herrenchiemsee traf er auf ein Gespräch mit Jugendlichen zusammen. Dort tagte im August 1948 der sogenannte Verfassungskonvent, der das Fundament für das deutsche Grundgesetz erarbeitete.

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Steinmeier schreibt ins Gästebuch des Augustiner-Chorherrenstifts auf der Insel Herrenchiemsee. Foto: Matthias Balk/dpa

10.30 Uhr: Ankunft in Prien

Die Ankunft der Ehren-Eskorte am Chiemsee:

 Video: Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Bundespräsident Steinmeier und der Ministerpräsident Seehofer sind mittlerweile auf der Herrenchiemsee-Insel eingetroffen. Der Staatsbesuch kam über die Autobahn über den Priener Hafen und setzte dann per Schiff auf die große Chiemsee-Insel über.

Aufgrund der Polizeieinsätze kann es stellenweise zu Verkehrsbehinderungen kommen. Die Polizei bittet deshalb um Verständnis.

Ein Polizeiboot bei Wind und Wetter am Priener Hafen:


(c) Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Polizeitaucher kontrollieren vor der Überfahrt des Staatsbesuchs auf die Herrenchiemsee-Insel das Wasser unter einem Steg am Priener Hafen:

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Polizeitaucher kontrollieren am Chiemsee einen Bootsanleger. Später am Tag wird Bundespräsident Steinmeier hier nach seinem Besuch der Insel Herrenchiemsee anlegen. Foto: Matthias Balk/dpa

Erstmeldung, Donnerstagmorgen:

Straßensperrungen in Prien und Gstadt

Während der Besuche des Bundespräsidenten am Chiemsee wird es zu kurzzeitigen Straßensperrungen in Prien (vermutlich zwischen 10 und 11 Uhr) und Gstadt (vermutlich kurz vor 14 Uhr) kommen.
Anm. d. Redaktion: Wenn wir genauere Informationen dazu haben, werden wir nachberichten.

15.45 Uhr in Rosenheim

Danach besichtigen er und seine Frau Elke Büdenbender die Rosenheimer Produktionsstätte des Abfüll- und Verpackungskonzerns Krones AG. Dabei sind auch Gespräche mit Auszubildenden geplant. Nach einem Bürgerempfang um 17.30 Uhr in Rosenheim beendet der Bundespräsident seinen zweitägigen Antrittsbesuch in Bayern. Am Mittwoch hatte er in München unter anderem die "DenkStätte Weiße Rose", die an den Widerstand der Geschwister Scholl gegen den Nationalsozialismus erinnert, und das Deutsche Museum besucht.

Bis Anfang 2018 will das Staatsoberhaupt alle 16 Bundesländer bereisen und sich dafür jeweils zwei Tage Zeit nehmen. Im Fokus der Besuchsreihe stehen zentrale Orte der Demokratie.

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th/dpa/lby, Fotos: dpa