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Stich: Deutsche Spieler müssen nachlegen

Berlin (dpa) - Nach dem Final-Einzug von Sabine Lisicki hat Wimbledonsieger Michael Stich an die übrigen deutschen Profis appelliert, an den Erfolg der Berlinerin anzuknüpfen. Nur so könne eine nachhaltige Wirkung für das deutsche Tennis erreicht werden.

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Sabine Lisicki wurde in Berlin stürmisch begrüßt. Foto: Maurizio Gambarini Foto: dpa

«Es wäre schön, wenn bei den US Open wieder jemand über sich hinauswächst und das Halbfinale oder Finale erreicht», sagte Stich am Montag im «Morgenmagazin» des ZDF. Auch die Nationalmannschaften müssten in Davis Cup und Fed Cup daran anknüpfen.

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«Insgesamt ist ein Aufschwung zu spüren und auch eine Art Euphorie», sagte Stich. Dazu hätten in den vergangenen Jahren auch Angelique Kerber, Andrea Petkovic und Tommy Haas beigetragen. An die öffentlich-rechtlichen Sender appellierte Stich, wieder mehr Tennis zu übertragen. «Tennis ist ein schlafender Sport, den man wecken muss. Die Chancen sind da, das darf man nicht verpuffen lassen.» Mit Lisicki gebe es nun wieder eine Spielerin, für die die Menschen auch nachts den Fernseher einschalten würden.

Auch die Turniere in Deutschland würden von ihr profitieren. «Tennis wird wieder an Bedeutung gewinnen. Dafür müssen wir Sabine Lisicki dankbar sein», schrieb der Direktor des Hamburger ATP-Turniers in der «Welt» (Montag-Ausgabe).