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Straßenbeleuchtung wird auf LED umgestellt: Jährlich 80 Tonnen Kohlenstoffdioxid weniger

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Königssee: Straßenbeleuchtung wird auf LED umgestellt – Jährlich 80 Tonnen Kohlenstoffdioxid weniger
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Auf dem Fußweg entlang der Bundesstraße 20 soll eine »intelligente Beleuchtung« installiert werden, die Fußgänger und Radfahrer per Bewegungsmelder erkennt. (Foto: Ulli Kastner)

Schönau am Königssee – Das erste Projekt im Rahmen der Initiative »Aufbruch in die neuen 20er« soll noch in diesem Jahr umgesetzt werden. Die Gemeinde Schönau am Königssee wird ihre Straßenbeleuchtung komplett auf energiesparende LED-Leuchten umstellen und damit jährlich rund 80 Tonnen Kohlenstoffdioxid einsparen. Das hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen.


Bürgermeister Hannes Rasp erinnerte an die erste Sitzung des neu gegründeten Arbeitskreises, der das Projekt »Aufbruch in die neuen 20er« voranbringen soll. Die Mitglieder hätten sich mit Energiereduzierungsmaßnahmen in der Gemeinde beschäftigt, unter anderem auch mit der Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED. Aktuell gebe es in der Gemeinde Quecksilberdampflampen, Natriumdampflampen und auch schon einige LED-Leuchten.

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Nun schlage man vor, die gesamte Straßenbeleuchtung auf LED umzustellen. Damit würde man jährlich 156.500 Kilowattstunden Strom einsparen, das sind 81 Prozent des aktuellen Energieverbrauchs durch Straßenbeleuchtung. Der Kohlenstoffdioxid-Ausstoß würde sich um 80 Tonnen jährlich reduzieren.

Die Kosten für die Maßnahmen bezifferte Bürgermeister Hannes Rasp auf rund 244.000 Euro. Man profitiere von der reduzierten Mehrwertsteuer und von einem fünfprozentigen Rabatt, den die Firma Bayernwerk gewähre, weil alles auf einmal gemacht werde. 680 Straßenlampen müssten umgerüstet werden.

Die Kosten hätten sich nach 7,4 Jahren amortisiert, wenn man vom aktuellen Preis ausgehe und die Helligkeit von 22 bis 5 Uhr absenke. Verwendet werden sollen laut Bürgermeister insektenfreundliche LEDs mit einer Kelvinzahl von 3000, die eine Lebensdauer von 15 bis 17 Jahren haben.

Gemeinderätin Sabine Kruis (Grüne) hatte laut Bürgermeister angeregt, eine sogenannte »intelligente Beleuchtung« anzuwenden. Die leuchtet normalerweise mit 5 Watt und erhöht die Leistung auf 20 Watt, wenn sich ein Fußgänger oder Radfahrer nähert.

Hannes Rasp: »Das ist laut Experte Roland Schnaitmann aber nur dort sinnvoll, wo es abgesetzte Geh- und Radwege gibt.« Eine Umsetzungsmöglichkeit sieht Hannes Rasp auf dem Gehweg entlang der B 20 zwischen Schneewinkl und Tankstelle Zange. »Es rechnet sich zwar nicht, aber wir wollen es dennoch machen«, sagte der Rathauschef. Das Projekt soll noch in diesem Herbst realisiert werden.

Sabine Kruis hätte für die Leuchten am liebsten bernsteinfarbenes Licht verwendet, weil dies weniger nachtaktive Insekten anzieht. Roland Schnaitmann konnte immerhin versichern, dass ein Großteil der Leuchten, nämlich 450 Stück, mit 3000er-Leuchten ausgestattet werden. »Die sind auch sehr insektenfreundlich.« Ulli Kastner