Straßensanierung in Tengling schreitet gut voran

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Weil die öffentliche Hauptwasserleitung in Tengling schon alt und erneuerungsbedürftig ist und zudem auf Privatgrund verläuft, was zum Beispiel Wartungen erschweren kann, lässt der Zweckverband der Achengruppe jetzt eine völlig neue Leitung legen.

Taching am See – Ein Teil der Staatsstraße 2105 führt mitten durch Tengling und nennt sich auf einem Abschnitt im Ortszentrum Obere Dorfstraße. Da die St 2105 die Hauptverbindung zwischen den Wirtschaftsräumen Traunstein und Tittmoning bis zur B20 bildet, unterliegt sie einer hohen Belastung durch den Straßenverkehr mit beträchtlichem Schwerlastanteil. Das war nicht nur für die Anlieger sehr gefährlich, sondern vor allem auch für die Radfahrer und Fußgänger. Zudem wurde die Obere Dorfstraße vor mehr als drei Jahrzehnten zum letzten Mal asphaltiert, sodass sich die Fahrbahn mittlerweile in einem teils schlechten Zustand befand.


Das Staatliche Bauamt Traunstein lässt die Straße auf dieser Teilstrecke, die etwa 605 Meter lang ist, zurzeit sanieren beziehungsweise ausbauen, sodass sie zum einen den aktuellen Anforderungen an eine Staatsstraße entspricht und zum anderen zur Erhöhung der Sicherheit von Radfahrern und Fußgängern beiträgt.

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Die Arbeiten, die im letzten Herbst begonnen haben (wir berichteten mehrfach), während der Wintermonate ruhten, sind seit April wieder in vollem Gange, sodass die Ortsdurchfahrt bis auf Weiteres für den Durchgangsverkehr vollständig gesperrt ist. Im Zuge der Gesamtmaßnahme wird der vorhandene Straßenaufbau, der frostsichere Unterbau und der bituminöse Oberbau komplett erneuert. Die Fußgänger erhalten eine Querungshilfe in Form eines Fahrbahnteilers, eingebaut auf Höhe der Graf-Törring-Straße. Außerdem lässt man an der Pizzeria »Primavera« eine Fußgängerampel errichten. An dieser Stelle sollen auf beiden Straßenseiten ausreichend große Aufstellflächen für wartende Fußgänger geschaffen werden. Um die Verkehrssicherheit zu erhöhen, wird neben einem Standmast zusätzlich ein Ampelausleger eingesetzt.

Der Bauanfang der Gesamtmaßnahme, die sich in zwei Bauabschnitte teilt, liegt am nördlichen Ortseingang von Tengling auf Höhe von Egart. An der Stelle, an der die Weinbergstraße in die Staatsstraße 2105 einmündet, endet der Ausbau. Die Staatsstraße 2105 baut man in diesem Bereich bestandsorientiert aus ohne Änderung der bestehenden Fahrbahnbreite. Überdies lässt man den geplanten Geh- und Radweg außerorts ohne einen Grünstreifen zur Fahrbahn hin herstellen. Stattdessen erhält er ein Hochbord und einen gepflasterten Sicherheitsstreifen am Fahrbahnrand. Die Geländesprünge zu den angrenzenden Privatgrundstücken werden mit Stützmauern gesichert oder mit Böschungen ausgeglichen. Die Querungshilfe, die am nördlichen Ortseingang angedacht ist, entsteht in etwa auf Höhe des bestehenden Telekomgebäudes.

»Zurzeit stellen wir den ersten Abschnitt zwischen Kriegerdenkmal und Weinbergstraße fertig. Wenn demnächst alle Leitungen verlegt und die Hausanschlüsse erstellt sind, beginnen wir mit den Einfassungen der Straße. Im Anschluss an die Pflasterarbeiten erfolgen die Asphaltierungsarbeiten im Bereich der Fahrbahn«, erläutert Niels Dahlschen, Baukoordinator bei der Traunsteiner SAK Ingenieurgesellschaft mbH, die das Straßenbau-Projekt plante. Er rechne mit der baldigen Fertigstellung des ersten Bauabschnitts bis Anfang Juni.

Bei einer Prüfung der vorhandenen Untergrund- oder Spartenleitungen hatte man festgestellt, dass sich die Entwässerungsanlagen ebenfalls in einem teilweise sehr schlechten Zustand befinden und ohnehin nicht mehr dem Stand der Technik entsprechen. Bislang ist das gesamte Regenwasser der Straßen- und Dachflächen von einem einzigen Kanal erfasst worden, der mittig in der Straße verlief. Durch das Anlegen eines neuen getrennten Leitungs- und Kanalsystems mit entsprechenden Hausanschlüssen erfolgt das Ableiten des anfallenden Regenwassers der Fahrbahn- oder Dachflächen künftig separat.

Darüber hinaus nutzte der Wasserversorger, die Achengruppe, die Gelegenheit des Straßenneubaus, um eine neue Hauptwasserleitung in die Staatsstraße 2105 auf öffentlichen Grund zu verlegen. Denn die bisherige und mittlerweile veraltete Hauptleitungstraße verlief auf privaten Hinterlieger-Grundstücken, in der Staatsstraße waren nur Ableitungen/Querungen davon untergebracht. »Dafür müssen wir auch noch einige neue Hausanschlüsse anbringen«, informiert Wolfgang Grösch, Geschäftsleiter der Achengruppe. »Wir übernehmen sowohl die Kosten für die Leitungsverlegung als auch für die neuen Anschlüsse.«

Die neue Trinkwasserleitung im Ortskern ist etwa 400 Meter lang. Ein weiteres neues Teilstück entstand in der Seestraße mit gut 300 Meter Länge. Beide werden an die bestehende Hauptleitung angeschlossen. »Auch die Wasserproben sind schon gemacht und vom Labor für gut befunden worden«, betont Grösch. ca