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Straßensperren für mehr Klimaschutz

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Extinction Rebellion
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Die Demonstranten sperrten Straßen. So konnte kein Auto mehr durchkommen. Foto: Paul Zinken/dpa Foto: dpa

Eine Gruppe von Klimaschützern findet: Es passiert viel zu wenig gegen die Erhitzung der Erde. Am Montag haben diese Klimaschützer in großen Städten angefangen zu protestieren. Und sie wollen weitermachen.


Autos bremsen, halten an, ein Stau bildet sich. Sie kommen nicht weiter, weil auf der Straße Menschen sind. Manche sitzen dort und spielen Gitarre. Andere reden mit den Leuten um sich herum.

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So sah es am Montag in Deutschlands Hauptstadt Berlin aus. Aber auch in anderen Städten auf der Welt. Denn eine Klimaschutz-Gruppe hatte aufgerufen zu demonstrieren. Sie heißt Extinction Rebellion (gesprochen: extinkschen ribelljen). Ihr Ziel: stören! Mit ihren Sitz-Protesten wollen sie zum Beispiel den Verkehr so lange und immer wieder behindern, bis mehr für den Klimaschutz getan wird.

Aber darf man sich einfach auf die Straße setzen? Oder mit dem Fahrrad auf eine Kreuzung stellen und Autos stoppen? Nur weil man gerade Lust dazu hat, darf man das nicht. Es gibt aber Ausnahmen: Man kann eine Demo bei der Polizei anmelden, erklärt der Protest-Forscher Dieter Rucht. Auch spontane Demos seien unter Umständen erlaubt.

Doch die Mitglieder von Extinction Rebellion wollen sich nicht immer an alle Gesetze halten. Sie sagen: Das hat bisher nichts gebracht. Deshalb nutzt die Gruppe eine andere Möglichkeit: zivilen Ungehorsam. Das bedeutet: Man hält sich nicht an Gesetze, aber man begeht auch keine Straftaten. Man setzt sich also auf die Straße und blockiert sie. Aber man schlägt zum Beispiel nicht um sich, wenn Polizisten einen wegbringen.

Bei solchen Protesten wartet die Polizei öfters erstmal ab, obwohl Regeln gebrochen werden. Warum, erklärt der Fachmann so: »Weil sie einfach sagt: Die Überschreitung oder die Grenzverletzung ist so gering. Wenn wir jetzt dagegen vorgehen würden, dann wäre es entweder lächerlich. Oder wir würden damit nur die Stimmung anheizen.«

Die Demonstranten von Extinction Rebellion glauben: Nur wenn viele Leute auf sie aufmerksam werden und sich sogar gestört fühlen, ändern Politiker etwas. Andere Leute aber finden die Gruppe nicht gut. Ihnen gefällt zum Beispiel nicht, dass sie gegen Gesetze verstößt.