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Streit um Verkauf von Nashorn-Hörnern in Südafrika

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Nashorn-Hörner aus der Zucht
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In Südafrika verkauft ein Farmer Nashorn-Hörner. Foto: Ronald Wittek/dpa Foto: dpa

Nashörner gehören zu den Tieren, die vom Aussterben bedroht sind. Das liegt besonders daran, dass Menschen die Tiere unerlaubt töten. Das nennt man Wilderei. Die Wilderer haben es vor allem auf die Hörner der Tiere abgesehen. Für die kann man viel Geld bekommen. Dabei ist der Handel mit den Hörnern zwischen Ländern schon seit langer Zeit verboten.


Auch in dem Land Südafrika, in dem die meisten Nashörner weltweit leben, war es mehrere Jahre verboten, Nashorn-Hörner zu verkaufen. Dieses Verbot wurde aber vor Kurzem aufgehoben. Ab diesem Mittwoch verkauft deswegen ein Farmer in Südafrika mehr als 250 Nashorn-Hörner in Südafrika.

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Der Mann züchtet Nashörner auf einer großen Farm. Für die Hörner tötet er die Tiere nicht. Sie werden betäubt, die Hörner dann abgesägt. Die Hörner wachsen später wieder nach. Das Geld, das der Mann beim Verkauf einnimmt, wolle er unter anderem für die Pflege der Tiere verwenden, sagt er. Denn Nashörner zu halten und sie vor Wilderern zu schützen, ist sehr teuer.

Der Mann sagt auch: Um Nashörner besser zu schützen, sollte es überall erlaubt sein, Nashorn-Hörner zu verkaufen. Denn dann würde man Nashorn bei Farmern wie ihm kaufen und nicht verbotenerweise von Wilderern.

Viele Tierschützer aber sehen das anders. Sie sagen: Ist der Handel erst erlaubt, könnte noch mehr gewildert werden.

Die Nachfrage nach den Hörnern ist vor allem in Vietnam in Asien groß. Dort zahlen wohlhabende Menschen dafür sehr viel Geld. Sie glauben unter anderem, dass das Pulver, das aus Nashorn-Hörnern gewonnen wird, heilende Wirkung habe. Das hat aber keine Studie nachgewiesen, sagen Naturschützer. Nashorn-Horn besteht aus dem gleichen Stoff, der auch in menschlichen Haaren und Fingernägeln vorkommt. Man nennt ihn Keratin.