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Struff und Mayer in Hamburg weiter - Kamke scheitert

Hamburg (dpa) - Am Tag vor den mit Spannung erwarteten ersten Auftritten der Turnierfavoriten Roger Federer und Tommy Haas haben Florian Mayer und Jan-Lennard Struff beim ATP-Tennisturnier am Hamburger Rothenbaum für Erfolgserlebnisse aus deutscher Sicht gesorgt.

Souverän
Florian Mayer spielte sich bereits ins Achtelfinale. Foto: Axel Heimken Foto: dpa

Tobias Kamke, Julian Reister und Matthias Bachinger verloren dagegen ihre Spiele. Mayer zog als erster Deutscher bereits in das Achtelfinale ein. Der Bayreuther bezwang den Ukrainer Alexander Dolgopolow mit 6:3, 6:4. Nach 1:05 Stunde verwandelte der 29-Jährige seinen ersten Matchball. «Ich stand die letzten drei Jahre immer mindestens im Viertelfinale. Dort will ich wieder hin», sagte die Nummer 45 der Welt. Dazu muss er den Spanier Feliciano Lopez oder Jan-Lennard Struff aus Warstein besiegen.

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Struff gelang der Einzug in die zweite Runde. Der 23-Jährige besiegte nach hartem Kampf in 2:22 Stunden den Argentinier Leonardo Mayer mit 3:6, 6:4, 6:4. Struff bedankte sich hinterher beim Hamburger Publikum. «Die Unterstützung der Zuschauer war großartig», meinte er strahlend. «Im ersten Satz habe ich nicht ins Spiel gefunden. Als ich aggressiver spielte, wurde es besser.» Das Break zum 3:2 im dritten Satz brachte den Deutschen dann auf die Siegerstraße. Kurz darauf verwandelte er seinen dritten Matchball.

Von seinem nächsten Gegner Lopez, der im ATP-Ranking die Nummer 31 ist, spricht er mit viel Respekt: «Er ist ein guter Spieler, der vor allem sehr gut serviert. Ich möchte die Euphorie aus meinem ersten Sieg in Hamburg mitnehmen».

Weniger erfolgreich verlief der Tag für Tobias Kamke. Der Lübecker unterlag in der zweiten Runde dem Spanier Nicolas Almagro mit 3:6, 3:6. Die beiden Kontrahenten boten ein Spiel mit vielen langen Ballwechseln, in dem Almagro weniger Fehler machte und seinen ersten Matchball verwandelte. Für Kamke war es die dritte Niederlage gegen den Weltranglisten-15.. «Ich muss anerkennen, dass er der bessere Spieler ist. Es ist für mich schwer, dauerhaft auf seinem Niveau zu spielen», zeigte sich der 27-Jährige selbstkritisch.

Auch für Lokalmatador Reister ist das Turnier beendet. Er unterlag in der ersten Runde dem Qualifikanten Federico Delbonis aus Argentinien mit 3:6, 3:6. «Die Enttäuschung ist groß. Ich wäre gerne wie in den vergangenen Jahren in das Achtelfinale gekommen. Es war ein gutes Match. Aber mein Gegner war einen Tick besser», sagte der 27-Jährige aus Reinbek bei Hamburg. Auch Bachinger schied in der ersten Runde aus. Der Tennisspieler aus Dachau unterlag dem Argentinier Carlos Berlocq 7:6 (7:5), 1:6, 2:6.