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Super-Bowl-Champion Vollmer: »Wahnsinns-Gefühl«

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Deutscher NFL-Champion
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Sebastian Vollmer gewann als erster deutscher Football-Profi den Super Bowl. Foto: Tannen Maury Foto: dpa
Gigantisch
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Tom Brady führt die Patriots zum Sieg und gewinnt zum vierten Mal die Vince Lombardi Trophy. Foto: Larry W. Smith Foto: dpa
Historisch
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Sebastian Vollmer ist der erste deutsche NFL-Spieler, der den Super Bowl gewinnt. Foto: Larry W. Smith Foto: dpa
Verletzt
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Seahawk Jeremy Lane verletzt sich nach seiner Interception bei einem Tackle von Patriot Julian Edelman. Foto: Larry W. Smith Foto: dpa
Nervenstark
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Der eiskalte Brady steckt seinen abgefangenen Pass aus dem ersten Viertel weg und serviert zum ersten Touchdown. Larry W. Smith Foto: Larry W. Smith Foto: dpa
Vollendet
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Sein Receiver Brandon LaFell muss sich nur noch in die Endzone drehen. Foto: Roy Dabner Foto: dpa
Antwort
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Quaterback Russell Wilson übergibt den Football an «Beast Mode» Lynch. Foto: Erik S. Lesser Foto: dpa
Erledigt
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Der gefürchtete Running Back tankt sich durch die Abwehr und bringt die Seahawks auf das Scoreboard. Foto: Erik S. Lesser Foto: dpa
Gefunden
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Beim zweiten Touchdown der Patriots greift Rob Gronkowski sicher zu. Foto: Roy Dabner Foto: dpa
In Time
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Nur zwei Sekunden vor der Halbzeitpause sichert Chris Matthews den Ausgleich für Seattle. Foto: Tannen Maury Foto: dpa
Showtime
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Katy Perry liefert eine tolle Halbzeitshow ab. Foto: Roy Dabner Foto: dpa
Ausgebaut
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Im dritten Viertel legen die Seahawks los und gehen durch Doug Baldwin in Führung. Foto: Roy Dabner Foto: dpa
Wende
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Im Schlussviertel sind es dann wieder die Patriots, die mit Amendola und Vollmer in Führung gehen. Foto: Erik S. Lesser Foto: dpa
Entscheidung
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Malcolm Butler fängt direkt vor der eigenen Endzone den Football ab und sichert damit den Patriots-Sieg. Foto: Roy Dabner Foto: dpa
Rangelei
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Nachdem das Match entschieden ist, entlädt sich bei einigen Seahwks der Frust. Foto: Tannen Maury Foto: dpa

Glendale (dpa) - Im Moment des historischen Erfolges riss Sebastian Vollmer seinen Quarterback Tom Brady zu Boden und schrie die Freude nach dem dramatischen 28:24 seiner New England Patriots gegen den entthronten NFL-Meister Seattle Seahawks im Super Bowl heraus.


Als erster Deutscher gewann der 30 Jahre alte Right Tackle in Glendale die begehrteste Sport-Trophäe Amerikas. Auch in der Umkleidekabine rang der rheinische Football-Riese noch ungläubig um Worte. »Das ist der Olymp unseres Sports und ein Wahnsinns-Gefühl, das Ding zu gewinnen«, sagte Vollmer mit heiserer Stimme nach der pompösen Feier mit kiloweise Konfetti auf dem Rasen. »Ich weiß echt nicht, was ich sagen soll.«

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Umringt von Reportern gab er im frischen weißen Hemd und barfuß Interviews, dabei durfte er schon die Huldigung durch prominente Gratulanten registrieren. »wahnsinn, mein junge. Feiert schön!!!!!«, twitterte Dirk Nowitzki. Vor vier Jahren hatte der Würzburger Basketball-Star den NBA-Titel geholt, Uwe Krupp 1996 und Dennis Seidenberg 2011 gewannen die Meisterschaft in der Eishockey-Liga NHL - damit wartet der deutsche Sport bei den großen amerikanischen Ligen nur noch auf den ersten Baseball-Champion.

Die Spannung hielt sich im 49. Super Bowl am Sonntag in Arizona bis zum Schluss. Erst mit der letzten Aktion sicherten sich die Patriots um Star-Quarterback Brady ihre vierte Vince-Lombardi-Trophy der National Football League. Kurz vor der eigenen Endzone fing Verteidiger Malcolm Butler 20 Sekunden vor Ende einen Pass von Seahawks-Spielmacher Russell Wilson zum möglichen Sieg von Seattle ab. »Ein unglaublicher Spielzug von Malcolm«, schwärmte Brady, der mit seinem vierten Super-Bowl-Sieg den Quarterback-Rekord der Legenden Terry Bradshaw und Joe Montana egalisierte.

Im heimischen Boston und dem nahen Foxborough, wo die Patriots spielen, stürmten Zehntausende Fans die schneebedeckten Straßen. Zehn Jahre nach dem letzten Super-Bowl-Triumph ist der Pokal wieder im US-Bundesstaat Massachusetts. »Rückkehr zum Ruhm«, lautete die Schlagzeile auf der Titelseite des »Boston Globe«.

Dabei hatte nach drei Vierteln noch alles nach einer erfolgreichen Titelverteidigung der Seahawks ausgesehen. Zu Beginn des Schlussviertels lag Seattle verdient mit 24:14 vorn. Wilson fand immer wieder mit klugen Pässen seine Mitspieler, Runningback Marshawn Lynch war im Laufspiel von der Patriots-Defensive einfach nicht zu stoppen. Dennoch glaubte Vollmer immer fest an ein Comeback seines Teams: »Du musst halt immer weiterkämpfen und darfst den Kopf nicht in den Sand stecken.« Die Offensive Line um den Rheinländer beschützte Brady weitgehend ordentlich, gestattete der gegnerischen Verteidigung nur einen Sack gegen den Quarterback, der von Bruce Irvin zu Boden gebracht wurde.

Danny Amendola brachte New England in der 53. Minute mit einem Touchdown auf 21:24 heran. 2:02 Minuten vor Ende fing vor 70 288 Zuschauern, unter ihnen auch IOC-Präsident Thomas Bach, Julian Edelmann einen Brady-Pass zum 28:24. Vollmer riss auf dem Spielfeld die kräftigen Arme hoch, auf der Tribüne jubelten seine Eltern Werner und Jutta. »Sie haben großen Anteil an meinem Erfolg, haben ihren Sohn vor zehn Jahren ziehen lassen«, sagte Vollmer. 2004 war er von Düsseldorf ans College nach Houston gegangen, sprach kaum Englisch und kannte nur die Football-Grundbegriffe.

Inzwischen ist er anerkannter Topspieler auf seiner Position und wird in dieser Woche zusammen mit seinem Team bei der Meisterschafts-Parade durch Boston von Millionen Fans gefeiert werden. »Die Erfahrungen, die ich in den vergangenen Jahren gesammelt habe, waren unglaublich für mich«, erinnerte Vollmer, der von der »besten Zeit« seines Lebens sprach.

Auch Brady zog zufrieden Bilanz. Vor 15 Jahren kam er zu den Patriots und wurde bereits zum dritten Mal als wertvollster Spieler des Finals (MVP) ausgezeichnet. Es soll nicht sein letzter Triumph gewesen sein: »Ich habe noch einiges in mir«, sagte er und dementierte ein baldiges Karriereende. Auch Vollmer wird dann als Bodyguard voraussichtlich weiter an seiner Seite bleiben.

Spielstatistik

Profil Sebastian Vollmer

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