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Superstimmung im sanierten Naturspektakel

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Hier spielt die Musik: Beim Abstieg konnten sich die Teilnehmer ein Bild von der sanierten Almbachklamm machen. (Fotos: Stanggassinger)
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Sag's mit Blumen: Bürgermeister Franz Halmich bedankte sich bei Regierungsvizepräsidentin Maria Els.
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Ein Familienfoto mit dem Salamander am Eingang Almbachklamm ist Pflicht.
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Kinderschminken beim Gasthaus »Kugelmühle«.
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Gottes Segen auf allen Wegen: Pfarrer Christian Gerstner (l.) und Diakon Karl Bodinger.

Marktschellenberg – Ein Ort feiert seine bekannteste Attraktion: Am Sonntag stieg bei bestem Wetter das Klammfest in der Almbachklamm. Gefeiert wurden der Abschluss der umfangreichen Beseitigung der Unwetterschäden vom Juni 2013.


Der Tag begann mit einem Weißwurstfrühstück mit geladenen Gästen im »Mesnerwirt« am Ettenberg. Bürgermeister Franz Halmich begrüßte Oberbayerns Regierungsvizepräsidentin Maria Els, alle Marktgemeinderatsmitglieder, den Ansprechpartner bei der Regierung von Oberbayern, Werner Weyerer, den Ingenieur und Bereitschaftsleiter der Bergwacht Marktschellenberg, Martin Wagner, der das ganze Projekt fachplanerisch begleitet hatte, sowie Vertreter der ausführenden Firmen.

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Anschließend berichtete der Bürgermeister ausführlich über die erfolgten Baumaßnahmen. Eine effektive und optimale Planung in Kombination mit der hervorragenden Arbeit der ausführenden Betriebe unter äußerst anspruchsvollen Bedingungen habe zum Erfolg geführt, so Halmich. Er lobte die konstruktive Zusammenarbeit von der Regierung von Oberbayern, dem Landratsamt Berchtesgadener Land, dem Wasserwirtschaftsamt Traunstein, der Bundeswehr und aller Projektanten und Fachplanern sowie dem märktischen Personal.

Halmich hatte zudem einige Zahlen parat, um die Dimension des Projekts zu illustrieren.

So seien zwischen Juni 2013 bis Sommer 2016 19 Neu- und Ersatzbrücken gebaut worden. Dafür wurden unter anderem 49 Tonnen Stahlbauprofile, 120 Kubikmeter Beton verbaut sowie 2 000 Kubikmeter Muren- und Sprengmaterial mit Minibagger bewegt. Insgesamt habe es 120 Hubschrauberstunden gegeben. »Ein Ergebnis das sich im wahrsten Sinne des Wortes sehen lassen kann, deshalb wollen wir feiern«, so Halmich.

Verschiedene Förderprogramme

»Wenn man bei diesem herrlichen Wetter hier oben steht, kann man sich gar nicht mehr vorstellen, welche Hochwasserkatastrophe es hier 2013 gegeben hat«, sagte Els. Für die Wiederherstellung der Infrastruktur habe man verschiedene Förderprogramme aufgelegt und zum Teil auch mit Bundesmitteln eine heftige Förderung erreicht. Dass die Wiederherstellung der Almbachklamm eine besondere Leistung war, liege an den geographischen Gegebenheiten. Man habe alles mit dem Hubschrauber einfliegen müssen. Auch, um auf die wertvolle Natur Rücksicht zu nehmen. »Dies war eine große Herausforderung. Und, dass das viel Geld kostete, kann man sich vorstellen. Ich bestätige was Herr Bürgermeister Halmich gesagt hat: gut angelegtes Geld«, so Els.

Sie freute sich, das Projekt im Anschluss in Augenschein nehmen zu dürfen, »damit man sieht, wo das Geld hingekommen ist«, so die Regierungsvizepräsidentin. Sie hoffe, dass die Klamm von solchen Schadensereignissen in Zukunft verschont sein möge und wünschte allen, die Freude haben am Wandern in der Klamm, stets wunderbare Natureindrücke und unfallfreies Gehen. Franz Halmich überreichte ihr einen Blumenstrauß.

Musik in der Klamm

Begleitet von Weisenbläsern der Musikkapelle Marktschellenberg ging es vom Winkllehen zu Fuß zur Theresienklause. Diakon Karl Bodinger und Pfarrer Christian Gerstner begrüßten die Wanderer zu einer Andacht. Man bat Gott um seinen Segen, damit Einheimische und Gäste, die Stege und Steige hier unfallfrei begehen können. Und, dass die Macht und die Kraft des Wassers gebändigt wird, um all das, was neu geschaffen wurde, von einem Unheil verschont bleibt. Wasser wurde aus der Almbachklamm entnommen und geweiht.

Nach dem göttlichen Segen wurde abgestiegen zur Kugelmühle. Die Stege in der Klamm waren vom Tourismusverein festlich geschmückt worden.

Zum Rahmenprogramm bei der Kugelmühle gehörten Klettern mit der Bergwacht, Vorführungen der Kugelmühle und Kinderschminken. Die Musikkapelle Marktschellenberg, unter der Leitung von Florian Kranawetvogl, spielte ein Standkonzert und der GTEV D'Schellenberger zeigten Schuhplattler und Trachtentänze. Bernhard Stanggassinger

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