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Surberger zeigt bei TV-Kochshow Leidenschaft und Liebe am Herd

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Surberg: Jonas Graspeuntner kocht sich bei »The Taste« in die Herzen der Zuschauer
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Im König Ludwig in Traunstein steht Jonas Graspeuntner in der Regel in der Küche, an der Bar oder hilft im Service. Seit seinen Auftritten bei der Sat-1-Kochshow »The Taste« schauen auch immer mal Fernsehzuschauer bei ihm vorbei. Auf der Straße wird der 27-Jährige ebenfalls wiedererkannt. Ihn freut das, wie er im Interview mit unserer Zeitung erzählt. (Foto: Bauer)

Surberg – Mit viel Sympathie kocht er sich in die Herzen der Zuschauer: Jonas Graspeuntner (27) aus Hufschlag steht in der dritten Runde der Sat-1-Kochshow »The Taste«. Das Kochen hat er sich selber beigebracht und wetteifert nun mit Profis um den besten Löffel. Im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt erzählt er von ersten Autogrammwünschen, den gemischten Gefühlen, sich selbst im Fernsehen zu sehen und seiner frühen Leidenschaft zum Kochen.


Jonas, heute Abend stehst Du bereits zum dritten Mal bei der Kochsendung »The Taste« am Herd und versuchst, den perfekten Löffel zu kochen. Wie kamst Du zu der Show?

Ich hab mich selber beworben. Das war im Winter. Und dann hatte ich es fast schon wieder vergessen, bis auf einmal Post kam und ich zur Sendung eingeladen wurde.

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Was hat Dich an der Teilnahme gereizt, schließlich steht man damit plötzlich ganz schön in der Öffentlichkeit?

Das mit der Öffentlichkeit war mir eigentlich gar nicht so bewusst. Ich war schon immer Fan der Sendung. Und ich hab immer schon sehr gerne gekocht. Mich hat gereizt, zu sehen, wo ich gerade steh' und ob ich mithalten kann mit den anderen. Es ist ein Wettbewerb, der einem zeigt, was man kann und was man nicht kann. Und das ist spannend und reizvoll für mich.

Und was für Erfahrungen hast Du gemacht?

Es ist eine wahnsinnig aufregende Zeit, im Fernsehstudio zu sein, vor Kameras zu kochen, auf Zeit zu kochen und das ganze Gericht auf so einen winzigen Löffel zu bringen. Das ist schon eine Herausforderung.

Man merkt, Kochen ist Deine Leidenschaft. Wann hast Du damit angefangen?

Eigentlich war ich in der Küche mit dabei, seit ich laufen kann. Schon mit meinen Großeltern hab' ich gekocht und zugeschaut und das hat mir immer Spaß gemacht, weil ich auch immer gerne gute Sachen gegessen habe. So entstand meine Kochbegeisterung. Mit zehn Jahren stand ich dann alleine in der Küche und hab' gekocht.

Warum folgte dann keine Ausbildung zum Koch?

Mit 15 habe ich tatsächlich ein Praktikum als Koch gemacht, das hat mich aber eher abgeschreckt, weil es mir keinen Spaß gemacht hat. Vielleicht war es auch nicht der richtige Betrieb. Vor sechs Jahren bin ich dann in die Gastronomie reingerutscht, hab' drei Jahre mit Sabino Guglielmi (Anmerkung der Redaktion: Camalo) zusammengearbeitet und bin dann ins König Ludwig in Traunstein gekommen.

Worauf legst Du beim Kochen wert?

Ganz wichtig sind mir frische Zutaten, wenn möglich regional, wenn möglich auch Bio-Qualität. Und natürlich ganz viel Leidenschaft und Liebe, das ist eigentlich das Wichtigste. Man muss mit Gefühl kochen! Und mit Musik. Das ist bei mir auch wichtig und das hat mich in der Show auch erst mal irritiert, weil wir da natürlich keine Musik hören dürfen nebenbei. Mit Musik kocht es sich entspannter und lockerer.

Sitzt Du selbst Mittwochabend vor dem Fernseher?

Ja, selbstverständlich!

Und wie fühlt es sich an, wenn man sich so zuschaut?

Das ist schon ein Wechselbad der Gefühle und am Abend, so fünf Minuten bevor es losgeht, merk' ich, dass der Puls nach oben geht. Man ist dann schon leicht aufgeregt, weil man ja nicht weiß, wie das so rüberkommt. Und das ist schon eine besondere Situation.

Wirst Du in der Stadt schon wiedererkannt?

Ja, das ist wirklich nett. Vor kurzem ist an der Traun ein kleines Mädchen auf mich zugekommen und wollte ein Autogramm von mir haben, weil sie mich im Fernsehen gesehen hat. Kurze Zeit später ist sie dann noch einmal gekommen, weil sie unbedingt noch ein Selfie machen wollte zum Beweis. Das hab ich total lieb gefunden. Die Reaktionen sind wirklich alle sehr positiv. Ganz viele Leute sprechen mich darauf an, auch Fremde, und finden gut, was ich mache.

Ein junger, sympathischer Typ, der kochen kann. Wie steht es da um die weiblichen Fans?

Bis jetzt trauen sie sich noch nicht so richtig ... (Jonas schmunzelt) ja. Doch, eigentlich krieg' ich schon ab und zu mal Nachrichten, dass die das ganz gut finden.

Heute, 20.15 Uhr, geht es in die dritte Runde. Wie oft können wir Dich noch sehen im Fernsehen?

Das müsst ihr selber herausfinden. Einfach weiter fleißig einschalten und die Daumen drücken und dann sehen wir mal, wie weit es geht. Ich bin selber gespannt. ka/aha