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Surgruppe erhöht Wasserpreis auf 1,39 Euro

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Um 2 Cent auf 1,39 Euro erhöht die Surgruppe ab Januar den Wasserpreis. (Foto: Dumberger)

Teisendorf – Einstimmig wurde in der Verbandsversammlung des Zweckverbands für Wasserversorgung Surgruppe eine moderate Gebührenerhöhung des Kubikmeterpreises um 2  Cent auf 1,39 Euro beschlossen. Um alle Abnehmer gleich zu behandeln, wird die jährliche Grundgebühr des kleinsten Zählers um fünf Euro und bei den größeren im gleichen Verhältnis erhöht. Werksleitung und Vorstand wurden für 2017 entlastet.


Verbandsvorsitzender Thomas Gasser informierte über die Vergabe der Rohrnetzberechnung an die Firma Setec. Durch die hydraulische Berechnung erhält der Betrieb Erkenntnisse über die Dimensionen des Leitungssystems, die hilfreich bei Erneuerungen sind. Der Zweckverband der Surgruppe hat sich dem neuen, günstigeren Gruppenversicherungsvertrag bei der ÖRAG Rechtsschutzversicherungs-AG angeschlossen, der ab 1. Januar gilt.

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Außensanierung am Hochbehälter Leustetten

Am Hochbehälter Leustetten sei die Außensanierung abgeschlossen, so Gasser weiter. Dabei wurden Abdichtungen und Isolierung mit Zeitverzögerungen erledigt. Nun steht als zweiter Bauabschnitt die Innensanierung an. Die beiden Kammern werden im Wechsel saniert. So kann jeweils eine betrieben, der Hochbehälter weiter genutzt werden. Der Auftrag wurde zum Preis von 208 000 Euro vergeben – 12 000 Euro mehr als veranschlagt. Dafür wird das besser verträgliche Hochdruckwasserstrahlverfahren zum Abtrag der Schutzschicht im Innern der Behälter angewandt. Im Frühjahr starten die Bauarbeiten.

Mit der Stadt Laufen wurde ein neuer Wasserliefervertrag für zehn Jahre abgeschlossen. Dabei wurde im Vergleich zum bisherigen Vertrag der maximale Bezug reduziert. Es wurde eine Preisanpassung vereinbart und eine Kostenbeteiligung an wasserrechtlichen Bewilligungen.

Werksleiter Franz Hasholzner informierte über den Bericht der überörtlichen Prüfung der Jahresabschlüsse 2012 bis 2016 des Bayerischen Kommunalen Prüfungsverbands. In der Zusammenfassung der Ergebnisse verwies die Prüfungskommission auf die Ergebnisse der jährlichen überörtlichen Prüfungen. Bei den Bankkonten des Zweckverbands wären aus Gründen der Kassensicherheit die Einzelverfügungsberechtigungen aufzuheben und bei den beiden Zahl-stellen revisionssichere Bestandsnachweise zu führen.

Feststellungen mit finanziellen Auswirkungen beziehungsweise von grundsätzlicher Bedeutung waren vor allem bei personalrechtlichen Angelegenheiten zu treffen. Bei der Datensicherung empfahlen die Prüfer die Zahl der Offline-Backups zu erhöhen und empfahlen die netzwerkseitige, logische oder physikalische Trennung von Technik und Verwaltung.

Die Kassensicherheit sollte mit einer restriktiven Rechtevergabe im Buchführungssystem verbessert werden. Zudem wurden Hinweise zur Verbesserung der System- und Netzwerk- sowie Betriebssicherheit gegeben. Die baufachliche Prüfung der Ausgaben für eine Trinkwasserleitung, bei der der Zweckverband neben der Projektleitung auch die Ingenieurleistungen überwiegend selbst erbracht hat, habe ein positives Bild ergeben.

Die allgemeine Rechnungsprüfung erledigte Johanna Rieperdinger, die IT-Prüfung nahm Erich Hof vor und die baufachliche Prüfung lag bei Clemens Kölbl. Der Werkleiter erläuterte zahlreiche Feststellungen. Dabei wurden laut Thomas Gasser schon einige Konsequenzen umgesetzt. Und wo noch Handlungsbedarf besteht, würden geeignete Maßnahmen gefunden, um die Umsetzung zu bewerkstelligen, ohne den laufenden Betrieb im Zweckverband zu behindern.

Bei der Surgruppe stehen immer wieder Erneuerungen im Leitungsnetz sowie der Erhalt der Wasserbehälter an. Im Werkausschuss war im Vorfeld kalkuliert worden, wie die steigenden Kosten beim Erhalt des Wasserleitungssystems gerecht auf die Verbraucher umgelegt werden können. Der Gebührenkalkulation wurden die Haushaltszahlen 2018 zugrunde gelegt. Aus dem Kalkulationszeitraum der nächsten vier Jahre hat sich der Vorschlag für eine Steigerung des Kubikmeterpreises um 2 Cent auf 1,39 Euro ergeben.

Durch den Betrieb sehr vieler Wasserbehälter ist der Fixkostenanteil unabhängig von der verbrauchten Wassermenge sehr hoch. Darum soll auch die Grundgebühr der kleinsten Versorgungseinheit, der Einzelhaushalte, um fünf Euro angehoben werden von 110 auf 115 Euro. Die Grundgebühren für die größeren Abnehmer werden im gleichen Verhältnis angepasst. Die Verbandsräte fassten den Beschluss über die Gebührenerhöhung einstimmig.

Kein Versorgungsengpass aufgetreten

Zudem gab technischer Betriebsleiter Christian Willberger einen Überblick über die Wassersicherheit der einzelnen Brunnen im vergangenen trockenen Sommer. Dabei spiegelten beim Wasserstand die Pegel immer zeitversetzt die herrschenden Witterungsverhältnisse wider. Zu Versorgungsengpässen sei es bei keinem Brunnen gekommen, es gebe genügend Reserven. Dennoch werde an Möglichkeiten gearbeitet, auf künftige Trockenperio-den zu reagieren. Auf die Frage von Albert Aschauer erklärte Willberger, dass bis jetzt in Teisendorf etwa 1000 Milliliter Niederschlag gemessen wurden, während im Jahr zuvor über 1500 Milliliter zusammenkamen.

Schließlich wies Gasser noch auf geplante Beschlüsse in Bezug auf das Handelsabkommen EFTA und auf weitere Tagesordnungspunkte in der nächsten Verbandsversammlung im Februar hin. Abschließend würdigte Georg Quentin, der aus Besuchen asiatischer Länder andere Verhältnisse kennt, die Surgruppe dafür, dass sie kontinuierlich gutes Trinkwasser zur Verfügung stellt. Er hoffe, dass das auch so bleibt. sd