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Tanzen ist doch kein Verbrechen

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»Tanzen ist kein Verbrechen« zeigten die Darsteller der grandiosen Show »Footloose« im Traunreuter k1. (Foto: Heel)

Eine energiegeladene, musikalisch hochwertige Darbietung erlebte das Publikum im fast ausverkauften Traunreuter k1, wo das Musical »Footloose« aufgeführt wurde, als Tournee-Produktion der London West End Musical Company und der Seberg Showproduction aus Hamburg.


Orientiert an dem gleichnamigen Film aus dem Jahr 1984, zu dem einige der bekanntesten Komponisten und Interpreten Amerikas angeheuert wurden, beginnt auch hier die Geschichte in Chicago, wo der junge Ren in einem Tanzclub Abschied von seinen Freunden nimmt. Weil sein Vater die Familie verlassen hat, ziehen er und seine Mutter zu Verwandten in die mennonitisch geprägte Kleinstadt Bomont, wo Reverend Shaw Moore seit mehr als fünf Jahren ein strenges Regiment führt: Musik, Tanzen und Alkohol sind verboten. Der Grund hierfür liegt in einem Unfall auf der Rückfahrt von einer Disco, bei dem vier junge Leute, darunter auch der Sohn des Reverends, ums Leben gekommen sind.

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Als Bursche aus der Großstadt will sich Ren das natürlich nicht bieten lassen und rebelliert. Mit dem Song »I Can’t Stand Still« macht er klar, dass Tanzen zu seinem Leben gehört. Gemeinsam mit seinen Mitschülern plant er einen Ball, bei dessen Vorbereitungen er sich ausgerechnet in die adrette Ariel verliebt – die Tochter des Reverends. Doch um den Ball umsetzen zu dürfen, müssen Ren und seine Freunde den Stadtrat und vor allem Reverend Moore von ihren Ideen überzeugen. Das Stück basiert auf einer wahren Begebenheit, denn in einem Teil des US-Bundesstaats Oklahoma gab es tatsächlich von 1861 bis 1980 ein Tanzverbot, das nur durch den beherzten Einsatz einiger Jugendlicher schließlich wieder aufgehoben wurde. Diese Geschichte inspirierte den Amerikaner Dean Pitchford zu seiner Geschichte »Footloose«.

Das 16-köpfige Ensemble, unterstützt von einer famos aufspielenden Vier-Mann-Band, bot dabei von der ersten Minute an eine brillante Show voller mitreißender Songs und atemberaubender Choreografien. Bonnie Tylers »Holding Out For  A Hero«, Deniece Williams »Let’s Hear It For The   Boy«, Kenny Loggins »Footloose« und zahlreiche andere Titel erklangen in englischer Sprache, die Dialoge dagegen auf Deutsch, bis es beim furiosen Finale hieß: »Dancing Is Not A Crime«. Marietta Heel

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