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Tarot & Co.: Karten, die in die Zukunft weisen

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Horoskope lesen, Karten legen oder Wahrsagen: In Zeiten der Vernunft und Wissenschaft üben diese Tätigkeiten immer noch eine große Faszination aus. Sich selber und Freunden die Karten zu legen oder sie sich legen zu lassen, macht Spaß und gibt Impulse für die nächsten Schritte. Auf den ersten Blick scheint die Welt des Kartenlegens unübersichtlich und kompliziert, doch je mehr man sich damit beschäftigt, desto besser lassen sich die einzelnen Praktiken unterscheiden. Hier erfahren Sie mehr über die Kartensysteme, die zum Legen verwendet werden. 


Bei Unsicherheiten und Problemen, wenn man vor einer Entscheidung steht und nicht weiter weiß, ist es sinnvoll, sich Rat zu suchen. Sei es bei Personen, die einen gut kennen, oder jemand Außenstehendem, dem man vertraut und der einen unverstellten Blick auf die eigene Situation hat. Einigen hilft auch das Ziehen von Karten. Dazu können normale Spielkarten oder Tarotkarten und andere, oft kunstvoll angefertigte Kartendecks verwendet werden. Entscheidungen werden dabei natürlich trotzdem immer in eigener Verantwortung getroffen, da die Karten keine garantierte Zukunft abbilden können.

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Tarotkarten

Tarotdecks existieren in vielen verschiedenen Ausführungen. Sie ähneln auf den ersten Blick herkömmlichen Kartenspielsets, allerdings mit vielen Unterscheidungen. So gibt es ganze 22 bebilderte Trumpfkarten. Daneben sind Reihen mit jeweils zehn Zahlkarten vorhanden, die den Farben des gewöhnlichen Kartenspiels entsprechen: Die Reihen der Schwerter, Münzen, Stäbe und Kelche. Tarotkarten werden heute nicht mehr mit mehreren Personen als Kartenspiel benutzt, sondern sollen die Zukunft voraussagen oder zumindest Orientierung und Handlungsimpulse bieten. Eine Variation der Tarotdecks sind Engelkarten. Questico erklärt, die Karten könnten eine Verbindung zu Engeln und Erzengeln herstellen, die beeinflussen, welche Karte man zieht. Der Gedanke der Voraussagung beruht darauf, dass sich die Zukunft "aus dem zusammensetzt, was Sie denken und tun". Die Erklärung und Deutung der gezogenen Karte wird dann im Gespräch von Questicos Kartenlegern und Kartenlegerinnen übernommen.

Lenormandkarten und Legesysteme

Die zweitbeliebtesten Kartendecks neben dem Tarot sind die Lenormandkarten. Die Französin Marie Anne Lenormand entwickelte sie Anfang des 19. Jahrhunderts. Noch heute haben sie für Kartenleger eine große Bedeutung. Die Karten enthalten Bildsymbole und eine kleine Abbildung einer der 36 herkömmlichen Spielkarten aus dem Skatblatt. Bei den Lenormandkarten bietet sich wie beim Tarot das Ziehen einer Tageskarte an, die das Hauptthema des Tages ergründet. Das gleiche ist als Wochen- oder Monatskarte möglich. Drei Karten können zudem, ebenfalls wie im Tarot, für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gelegt werden. Für komplexere Legesysteme und die Deutung der einzelnen Karten sind viele hilfreiche Bücher und Anleitungen im Internet vorhanden. (agm)

Bildrechte: Flickr Tarot Reading Night! Kelly Hunter CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten