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Tassen mit goldener Schrift und eine 21 Meter hohe Fichte

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Berchtesgaden: Tassen mit Goldschrift und 21-Meter-Fichte zum 10. Berchtesgadener Advent-Jubiläum
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Geschick ist gefordert: Vorsichtig wird die 21 Meter große Fichte zum ersten großen Jubiläum des Berchtesgadener Advents aufgestellt. (Fotos: Vietze)

Berchtesgaden – Holzskulpturen mit Berchtesgadener War zieren den gesamten Markt, Adventshütten und Christbäume sind ebenfalls schon an Ort und Stelle: Der Berchtesgadener Advent nimmt seit Montag jeden Tag ein bisschen mehr Gestalt an. Zum zehnten Jubiläum dieses weit über die Grenzen Berchtesgadens hinaus bekannten Christkindlmarktes hat man ganz besondere Adventstassen in Auftrag gegeben, die bereits geliefert wurden.


Dennoch müssen die Projektverantwortlichen einiges erledigen, damit der Berchtesgadener Advent in knapp zwei Wochen reibungslos eröffnet werden kann.

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Die ersten Christbäume stehen bereits

Am gestrigen Freitag haben Gemeindearbeiter die ersten Christbäume aufgestellt. Ursprünglich war die Aktion bereits für Mittwoch geplant, doch die Witterung hat dies erst mit zweitägiger Verzögerung zugelassen. Man will ja zudem aus dem Vorjahr gelernt haben, als der bereits aufgestellte Baum einen Riss bekam und ersetzt werden musste.

Viel Feingefühl war beim Aufstellen gefordert, nachdem die 21 Meter hohe Fichte zum Schlossplatz transportiert worden war. Der Baum wurde mittels Kran in die Höhe gehoben und senkrecht positioniert.

Als der Christbaum gerade stand, kümmerten sich Gemeindearbeiter umgehend um die Fixierung. In nächster Zeit heißt es nun: Lichterketten anbringen. Denn 13 Stück davon sollen die Fichte zum Leuchten bringen.

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Gemeindearbeiter fixieren den Christbaum.

Den Verantwortlichen ist es wichtig, dass alle Bäume aus dem Talkessel kommen. »Den Baum für den Schlossplatz haben wir aus der Scharitzkehl geholt«, so Vorarbeiter Josef Springl. Des Weiteren haben Gemeindearbeiter gestern eine 13 Meter hohe Fichte aus der Gmerk beim AlpenCongress in die Höhe gestemmt, die nun mit Berchtesgadener Schmuck verziert werden soll. Ab Montag soll außerdem der Christbaum, der am Moosweg in Berchtesgaden gefällt worden ist, auf dem Franziskanerplatz zu bestaunen sein.

Kinder dürfen sich über kleine Bäume freuen: Dieses Jahr soll es auf dem Schlossplatz wieder ein aus Tannen bestehendes Labyrinth geben. Nächste Woche will man mit dem Aufbau beginnen.

Sicherheitsabstand zwischen den Hütten

Rund 50 Hütten schmücken heuer den Christkindlmarkt. Die meisten sind bereits postiert. Stefan Schlagbauer, Gesellschafter der »Berchtesgadener Advent GmbH«, koordiniert das Ganze. Die Hütten hat man über den Sommer im Stangenwald gelagert. Schlagbauer achtet darauf, dass die Stände zentimetergenau platziert sind und im richtigen Abstand zu den anderen Hütten stehen.

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Das Hüttenholz ist im Sommer im Stangenwald gelagert worden.

»Schließlich müssen Rettungsdienste im Notfall die Schlossplatzdurchfahrt passieren können«, erklärte Schlagbauer. Gemeindearbeiter bauen die Häuschen auf dem Schlossplatz auf, für die restlichen Hütten des Berchtesgadener Advents sind Beschäftigte der Firma Stefan Rieger zuständig.

Für ein weihnachtliches Geschmackserlebnis darf der Glühwein nicht fehlen. Zum zehnjährigem Bestehen des Berchtesgadener Advents gibt es ein breites Angebot. Neben den Klassikern wie dem weißen oder roten Glühwein kann man auch den Waldbeerenpunsch, den Bratapfelglühmost oder die Feuerzangenbowle aus dem Kupferkessel mit Spezialrezeptur genießen. »Natürlich haben wir auch alkoholfreien Punsch oder Bio-Glühwein«, so die Geschäftsführerin der »Berchtesgadener Advent GmbH«, Brigitte Zobel.

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Nächste Woche sollen die ersten Laternen am Emmaus-Rundweg hängen.

Auch für die diesjährigen Adventstassen legte sich Zobel ins Zeug: Rund 50.000 Exemplare sind am Donnerstag geliefert worden. Die Geschäftsführerin wollte für die Haferl ein außergewöhnliches Design. »Der Berchtesgadener Advent feiert das zehnte Jubiläum. Zu diesem Anlass darf es etwas Besonderes sein«, sagte sie. So viel hat Zobel verraten: »Die Tassen tragen die Farben Rot und Gelbgold.« Die Basis ist Rot, Umrandungen und Aufschrift sind Gelbgold.

Ein weiteres Projekt stellt der Emmaus-Rundweg dar. Ein Teil der Strecke – insbesondere der Bereich Soleleitungssteg – soll während der staden Zeit beleuchtet werden. In den Farben Rot, Blau, Gelb, Grün und Orange baumeln 75 Laternen aus Holz an Eisenstangen. Beleuchtet werden sie mittels LED-Kerzen. Nächste Woche möchte man sie anbringen, damit sie pünktlich zur Eröffnung des Advents am 28. November in voller Leuchtkraft erstrahlen können. Schlagbauer versichert: »Bis zum Beginn des Berchtesgadener Advents werden wir alle Arbeiten erledigt haben.«

Patrick Vietze

Italian Trulli