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Tausende Zuschauer beim Leonhardiritt in Holzhausen

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Eine der jüngsten Rittteilnehmer in Holzhausen war die dreijährige Josefa.

Teisendorf – Mehrere Hundert prachtvoll geschmückte Pferde, Kaiserwetter, Tausende von Zuschauern und hoher politischer Besuch durch Landtagspräsidentin Barbara Stamm: Das sind die markanten Eckpunkte des Holzhauser Leonhardiritts am Pfingstmontag.


Die Mitglieder der Leonhardigilde hatten zusammen mit zahlreichen Helfern wieder enorme Vorarbeit geleistet, um diese Großveranstaltung zu stemmen. Unter der Federführung des Vorsitzenden Georg Wallner und des langjährigen Mitorganisators Hans Lamminger senior wurde der Umritt vorbereitet und organisiert.

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Das Hauptaugenmerk lag auf den rund 300 geschmückten Pferden. Reiter in Tracht und noble Kutschen beherrschten darüber hinaus das Bild. Eisenbereifte Wagen, die früher für die bäuerliche Arbeit genutzt wurden, dienten als Fahrgelegenheit für die drei Musikkapellen aus Teisendorf, Neukirchen und Ringham-Petting. Platz nehmen durften auch die Kinder- und Aktivengruppe sowie die Röckifrauen des Teisendorfer Trachtenvereins sowie Mitglieder des Schützenvereins Holzhausen.

Motivwagen mit Heiligenfiguren

Auf Motivwagen wurden Figuren des heiligen Leonhard, der Bauernheiligen Isidor und Walburga sowie ein Modell des Holzhauser Kircherls und ein Feldkreuz mitgeführt. Auch der Obst- und Gartenbauverein Teisendorf hatte einen der festlich geschmückten Wagen gestaltet. Hans Lamminger war hoch zu Ross wieder in die Rolle des Heiligen Georg geschlüpft, das traditionelle Kreuz führte Stefan Lamminger mit und als Vertreter der Kirche wagte sich Kaplan Mario Haberl auf einen Haflinger.

Ein farbenfrohes Bild bewegte sich auf zwei Runden durch Holzhausen und vor dem Kircherl erhielten Ross und Reiter den Segen, gespendet von Pfarrer Martin Klein. Als hohen Ehrengast konnten die Veranstalter Landtagspräsidentin Barbara Stamm begrüßen, die sich bei ihrer Ankunft lobend über den traditionellen Leonhardiritt in Holzhausen äußerte: »Das ist ein Zeugnis gewachsener bayerischer Kultur.«

Welchen Stellenwert solche Brauchtumsveranstaltungen haben, zeigte sich auch in dem enormen Publikumszulauf. Menschentrauben drängten sich entlang der Strecke, geschätzte 8000 Zuschauer waren herbei geströmt, um bei der Pferdewallfahrt mit dabei zu sein.

Nachwuchs ritt fleißig mit

Der Umritt war aber auch ein Zeichen dafür, dass die Jugend die Tradition weiterträgt, denn viele junge Leute saßen auf den Rücken der Pferde. Nach dem Umritt wurde an der Leonhardikirche ein festlicher Gottesdienst gefeiert. mh