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Teile einer alten Römerstraße entdeckt

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Bei den archäologischen Untersuchungen auf dem Grundstück des neuen Rathauses in Seebruck sind Teile einer alten Römerstraße entdeckt worden. Die Bodenfunde wurden freigelegt und dokumentiert. Die archäologischen Untersuchungen laufen noch parallel bis zum Ende der Aushubarbeiten. (Foto: Rasch)

Seeon-Seebruck – Parallel zu den Erdarbeiten auf der Baustelle des neuen Rathauses in Seebruck laufen auch die archäologischen Untersuchungen auf dem Grundstück an der Römerstraße. Nach Angaben der Verwaltung seien die Archäologen auch schon fündig geworden.


Im östlichen Bereich der Baugrube seien Teile einer alten Römerstraße entdeckt und bereits dokumentiert worden. Die archäologischen Untersuchungen werden sich aber noch bis zum Ende der Baugrubenarbeiten hinziehen. Einen Überblick von der Baustelle verschaffte sich der Gemeinderat im Vorfeld der jüngsten Sitzung, in der auch die Besucher über den aktuellen Sachstand informiert worden sind.

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Anfang Juni wurde mit den Erdarbeiten beziehungsweise mit dem Ausbau alter Fundamente sowie der Verlegung von Versorgungsleitungen einschließlich der archäologischen Begleitung begonnen. Die Verlegungsarbeiten der Versorgungsleitungen sollen bis Anfang/Mitte Juli abgeschlossen sein. Wie Bürgermeister Bernd Ruth weiter mitteilte, seien im Bereich der Aussegnungshalle wegen der Baugrubennähe sowie der Bodenbeschaffenheit und dem Schichtenwasser Sicherungsmaßnahmen notwendig. Hier werde auf einer Länge von zehn Metern eine sogenannte Fundament-Unterfangung mit einer Tiefe von einem Meter vorgenommen. Zusätzliche Sicherungsmaßnahmen werden auch für die umverlegten 20 kVA-Stromleitungen an Teilstellen der Römerstraße notwendig. Die im östlichen Bereich der Baugrube entdeckten Teile einer alten Römerstraße seien bereits freigelegt und entsprechend dokumentiert worden.

Damit während der Bauphase auch das Nebeneinander gut funktioniert, hat sich die Gemeindeverwaltung auch Gedanken über die Absicherung der Baustelle gemacht. Aus Platzgründen für die Baufahrzeuge und die Baumaterialien aber vor allem auch aus Sicherheitsgründen musste der Zugang zum Kindergarten, der sich unmittelbar neben der Baustelle befindet, verlegt werden. Das heißt, dass der bisherige Zugang zum Kindergarten von der Römerstraße, an der auch einige Parkplätze gestrichen werden mussten, nicht mehr möglich ist. Der neue Zugang zum Kindergarten erfolgt jetzt über den Lärchenweg. Parkmöglichkeiten sind »Am Seefeld.«

Nach Angaben von Bauamtsleiter Josef Heiß bedeute dies einen Umweg von rund 100 Metern. Dennoch gibt es von Eltern offenbar Kritik hinsichtlich der vorübergehenden Parksituation. Wie 2. Bürgermeister Andreas Dorn (FW) erklärte, sei er beim Kindergartenjubiläum (wir berichteten) von einigen Eltern massiv angegangen worden. Deshalb bat er die Verwaltung darum, die Parksituation nochmal zu überdenken. Laut Bauamtsleiter sei die Übergangssituation mit dem Kindergarten abgesprochen worden und die Leitung habe der Gemeinde bestätigt, dass es auch funktioniere. Wenn das neue Rathaus fertig ist, wird der Zugang zum Kindergarten wieder über die Römerstraße erfolgen. Im Spätherbst soll mit dem Rohbau des 5,7-Millionen-Euro-Projekts begonnen werden. Der Keller soll noch bis Ende des Jahres fertig sein, bevor dann im Frühjahr mit der Montage der Holzkonstruktion begonnen werden kann. Das Gebäude wird in Massiv- und Holzständerbauweise errichtet. Mit dem Einzug ist    Anfang 2020 zu rechnen. ga