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Terrorexperte: Junge wohl im Internet radikalisiert

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London (dpa) - Der wegen eines versuchten Anschlags in Ludwigshafen unter Verdacht stehende Zwölfjährige hat sich nach Auffassung eines Terrorismusexperten vermutlich im Internet radikalisiert.


«Dort könnte der Junge mit einem Rekruteur in Syrien in Kontakt gekommen sein, der ihn gewissermaßen über Messengerdienste in Echtzeit ferngesteuert hat», sagte Peter Neumann vom King's College in London am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

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«Das hatten wir ja auch schon in Hannover gesehen Anfang des Jahres, auch in Ansbach und Würzburg. Das ist ein neuer Modus Operandi: Dass man Leute quasi über Messengerdienste in Echtzeit steuert», sagte der deutsche Radikalisierungsforscher.

Der Junge soll vor eineinhalb Wochen versucht haben, eine Nagelbombe auf dem Weihnachtsmarkt in der rheinland-pfälzischen Stadt zu zünden. Die Bundesanwaltschaft bestätigte Ermittlungen wegen des Bombenfundes. Das Magazin «Focus» berichtete, der Junge sei stark religiös radikalisiert. Der Sprengsatz habe nicht gezündet.