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»The Masked Singer«: Kürzer, schwieriger und Captain Sparrow

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Ruth Moschner
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Ruth Moschner gehörte schon in Staffel 2 zum Rateteam der Prosieben-Show «The Masked Singer». Foto: Rolf Vennenbernd/dpa Foto: dpa

»The Masked Singer« begann als Überraschungshit, mittlerweile ist die Kostümshow nicht mehr aus dem Fernsehen wegzudenken. ProSieben hat keine Angst vor Abnutzungserscheinungen und schickt sein Prunkstück schon in die vierte Staffel. Wie immer kursieren auch erste Namen.


Köln (dpa) - Die Nutzer der ProSieben-App sind entweder nicht ganz bei Trost oder haben viel Humor. In der Anwendung ist es möglich, schon vor dem Start der neuen Staffel von »The Masked Singer« am Dienstag (16. Februar, 20.15 Uhr, ProSieben) Tipps abzugeben, welche Promis wohl unter den neuen Kostümen stecken könnten.

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Wer dort letzte Woche auf ein trauriges Schwein mit Regenmantel und Kulleraugen klickte, bekam als Tipp der »Community« als heißes Gerücht das Reality-TV-Sternchen Evelyn Burdecki (»Der Bachelor«) präsentiert. Direkt auf Platz zwei: Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Dazu muss man wissen, dass Evelyn Burdecki - ein Gesicht des Konkurrenz-Senders RTL - genau die Person ist, die ProSieben in einer Art Running-Gag als Kandidatin für seine Gesangsshow ausschließt, in der Promis singen und nicht erkannt werden wollen. Und Angela Merkel hat momentan womöglich andere Dinge zu tun...

Die Episode legt gut offen, was die Faszination von »The Masked Singer« ausmacht. Bevor die Show nicht wirklich begonnen hat, bevor nicht der erste Ton gesungen wurde, ist mit genügend Fantasie fast alles möglich. Wie vor dem Anpfiff einer Fußball-WM, bei der man denkt, vielleicht wird Holland ja doch mal Weltmeister. Am Ende passiert es nie - aber der Gedanke ist reizvoll.

Mittlerweile nötigt ProSieben seinen Zuschauern allerdings in recht kurzen Abständen diese Fantasie ab. Das Finale der dritten Staffel liegt nicht mal ein halbes Jahr zurück - nun beginnt bereits die vierte.

ProSieben-Chef Daniel Rosemann hat dennoch keine Sorge, dass sich das Prunkstück im Sendeschema abnutzen könnte. »Ich glaube, dass es entscheidend ist, dass die Dosierung bei sechs Wochen bleibt«, sagte er vor der Presse. »The Masked Singer« müsse ein »Event« bleiben, das sich nicht endlos ziehe. »So lange das immer nur eine kleine Dosis ist, kann man die auch sehr, sehr gut zweimal im Jahr vertragen.«

Die Änderungen in der neuen Staffel sind eher behutsam. Zum einen wurde den Wünschen vieler Zuschauer Rechnung getragen, die auf einen guten Schlaf erpicht sind. Die Shows sollen etwas kürzer werden. In der Vergangenheit war es vorgekommen, das man bis zur Enttarnung des jeweiligen Promis bis zur Geisterstunde irgendwie wach bleiben musste - mitten in der Woche. Zudem kündigte der Sender an, die Rätsel etwas schwieriger zu machen. Was immer das genau heißen mag.

Die größten Neuigkeiten bleiben natürlich die neuen Masken. Neben dem Schwein im Regenmantel gibt es zum Beispiel ein übergewichtiges Quokka (eine Beuteltierart), ein kuscheliges Küken, einen Stier in American-Football-Montur und einen Dino, den man auch »Teeno« nennen kann, weil er einem Teenager gleich eine Zahnspange trägt. Die Gerüchte, wer unter den Kostümen stecken könnte, schlagen bereits Funken. Herbei orakelt wird etwa Komiker Luke Mockridge, der schon in der vergangenen Staffel eine Art Dauer-Tipp war.

Als Fanliebling vor dem Start kristallisiert sich eine Schildkröte heraus, die mit Piratenhut und Dreadlocks massiv an Captain Jack Sparrow alias Superstar Johnny Depp aus dem Film »Fluch der Karibik« erinnert. Ein schneller Blick in die ProSieben-App zeigt: Die »Community« tippt bei dem Kröten-Kapitän zu fast 10 Prozent auf - Johnny Depp. Die Show sollte nun wirklich beginnen.

© dpa-infocom, dpa:210212-99-414618/3

The Masked Singer

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