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Thüringer Strombrücke offiziell in Betrieb

München (dpa/lby) - Eineinhalb Jahre nach der Fertigstellung geht die erste der für die Energiewende nötigen neuen Hochspannungsleitungen nach Bayern in den Regelbetrieb. In Berlin wurde am Donnerstag der offizielle Start der «Thüringer Strombrücke» gefeiert, die vor allem Windstrom aus dem Nordosten nach Bayern transportieren soll. «Die Thüringer Strombrücke ist für eine sichere, bezahlbare und umweltfreundliche Energieversorgung von großer Bedeutung und damit ein wichtiger Beitrag für das Gelingen der Energiewende», sagte Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU).

Freischaltung der "Thüringer Strombrücke"
Frank Golletz, Reiner Haseloff und Boris Schucht. Foto: Jörg Carstensen Foto: dpanitf3

Der bayerische Teil der Strombrücke führt von der Thüringer Landesgrenze nach Redwitz im Landkreis Lichtenfels. Die zwei geplanten großen Gleichstromleitungen aus dem Norden nach Bayern werden voraussichtlich erst Mitte des kommenden Jahrzehnts fertiggestellt - lange nach der für Ende 2022 vorgesehenen Abschaltung des letzten Atomkraftwerks. Der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) ist deswegen besorgt.

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Für die bayerische Wirtschaft sei die Inbetriebnahme der Strombrücke kein Grund zur Euphorie, sondern vor allem «ein ernstes Alarmzeichen», sagte Hauptgeschäftsführer Peter Drießen. «Mit dem dringend notwendigen Netzausbau für die Energiewende hat Bayern noch gar nicht angefangen.»