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Faible für Totenkult

Tim Burton findet Inspiration in Mexiko

Der US-Regisseur ist bekannt für bizarre, morbide Bilderwelten, die er gern in seinen Filmen schafft. Jetzt erzählt er, woher diese Gabe herrührt.

Tim Burton
Der amerikanische Regisseur Tim Burton mag den Totenkult der Mexikaner. Foto: Ettore Ferrari Foto: dpanitf3

Mexiko-Stadt (dpa) - Der US-Regisseur Tim Burton ist bekannt für seine bizarren, morbiden Bilderwelten. In Mexiko mit seinem berühmten Totenkult lässt sich der 59-Jährige inspirieren.

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«Ich liebe Mexiko. Ich bin so glücklich, hier zu sein. Es ist ein Ort mit so viel Kunst, dass ich mich wohl fühle. Überall kann man sich inspirieren lassen», sagte der Schöpfer von «Beetlejuice», «Sleepy Hollow» und «Charlie und die Schokoladenfabrik» bei der Eröffnung einer Ausstellung über sein Werk in Mexiko-Stadt.

Schon als Kind im US-Bundesstaat Kalifornien sei er mit der mexikanischen Kultur in Kontakt gekommen, erzählte er der Zeitung «Milenio». «Als Junge habe ich kleine Figuren und Skelette gesammelt», sagte er. Mexiko ist berühmt für sein entspanntes Verhältnis zum Tod. Am Tag der Toten Anfang November sind überall im Land Totenköpfe zu sehen. Die Menschen bauen Altäre in ihren Häusern auf, veranstalten Picknicks auf den Friedhöfen und gedenken ihrer verstorbenen Ahnen.

Besonders beeindruckt war Burton von dem einstigen Wohnhaus der Malerin Frida Kahlo im Stadtteil Coyoacán. «Ich habe das Haus besucht und konnte nicht aufhören zu denken: So sollte ein Künstler leben», sagte Burton.