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Amy Ritsch vom WSV Königssee fuhr ein starkes Rennen und gewann den Riesenslalom am Götschen in der Klasse U 11.

Titel für Walch, Krause, Fegg und Kaltenhäuser

Die Chiemgaumeisterschaften im Riesenslalom beendeten die alpine Rennsaison am Regionalzentrum Götschen. Leider fehlten die Sportler aus dem nördlichen Gaugebiet (aus welchem Grund auch immer). Eigentlich war es das Vorhaben, zum Ende noch mal alle jungen alpinen Rennläufer gemeinsam starten zu lassen, doch einige Vereine und auch Trainer fanden diesen Plan nicht angemessen. Etwas schade, denn gemeinsam geht vieles leichter und dem Zusammenhalt innerhalb der Chiemgauvereine hätte das sicher gutgetan.


Dennoch waren immer noch fast 80 junge Skifahrer am Start und zeigten trotz Nebels sehr ansprechende Leistungen beim Riesenslalom, der in einem Durchgang entschieden wurde. Am Ende gab es doch einige Überraschungen bei der Vergabe der Chiemgaumeistertitel.

Schnellstes Mädchen bei den Jüngsten in der Klasse U 9 war Annika Kurz vor Daniela Brandner (beide SK Berchtesgaden) und bei den Buben siegte Xaver Stubhahn vom BSC Surheim vor Florian Althammer vom SC Ainring und Lukas Vanjin (Surheim).

Marlene Kastner vom WSV Königssee gab den Ton an in der Klasse U 10. Mit einem fehlerfreien Lauf setzte sie sich gegen Emilia Müller vom BSC Surheim und Johanna Rasp (SKB) durch. Wieder einmal nicht zu schlagen war Stefan Krause vom SC Ruhpolding. Er gewann nicht nur seine Klasse, sondern fuhr die schnellste Zeit bei den Kindern insgesamt, wodurch er sich zum Chiemgaumeister im Riesenslalom 2022 kürte. Der 2. Platz in der U 10 ging an Johann Hofmann vom SV Unterwössen vor Simon Mix vom SC Schleching.

Die beste Linie bei den Mädels der U 11 fand Amy Ritsch vom WSV Königssee, die damit Amelie Hummer (SKB) und Tori Zaunmüller vom TSV Marquartstein auf die Ränge 2 und 3 verwies. Spannend ging es bei den Buben des Jahrgangs 2011 zu, denn die ersten drei lagen innerhalb von acht Zehntel. Benedikt Punz vom WSV Königssee stand ganz oben auf dem Stockerl vor Ferdinand Maier vom SK Bad Reichenhall und Joseph Kaltenhäuser vom WSV Königssee.

Noch knapper endete das Rennen bei den Mädels der Klasse U 12. Den Titel der Chiemgaumeisterin im Riesenslalom bei den Kindern sicherte sich letztlich Eva Maria Walch vom SK Berchtesgaden mit lediglich 26 Hundertstel Vorsprung vor Eva Fegg vom WSV Bischofswiesen und drei Zehntel vor Nina Ludwig vom BSC Surheim. Auch die Buben lieferten sich ein enges Rennen. Das glücklichere Ende für sich verbuchen konnte Christoph Janzen vom WSV Königssee mit elf Hundertstel vor Elias Rieser (Bischofswiesen) und Jakob Moldan (SKB), der nur gut eine halbe Sekunde zurücklag.

Ebenso wie in der Kinderklasse, so ging auch der Titel bei den Schülern in der Mädchenklasse an den jüngeren Jahrgang. Verena Fegg fuhr die Tagesbestzeit und gewann nicht nur die Klasse U 14, sondern sicherte sich mit ihrer Zeit auch den Titel der Chiemgauschülermeisterin 2022. Auf dem 2. Platz dieses Jahrgangs landete Katharina Punz knapp vor Franziska Grassl (beide WSV Königssee).

In der teilnehmerstärksten Klasse, der U 14 der Buben, siegte Niklas Thaller vom TSV Tengling, der Korbinian Meilinger (SKB) und Lorenz Höglauer (SC Schleching) auf Platz 2 und 3 verwies.

Schnellstes Mädchen der U 16 war Mona Aumann vom ASV Oberwössen vor Laura Kretz vom TSV Tengling und Sabrina Althammer vom SC Ainring. Tagesbestzeit bei den Buben fuhr Maxi Kaltenhäuser vom WSV Königssee, der sich den Titel des Chiemgaumeisters im Riesenslalom holte. Rang 2 belegte Quirin Lapper vom SC Ainring. Leider waren in der Klasse U 16 der Jahrgänge 2006 und 2007 nur insgesamt sechs Sportler am Start. Das spiegelt auch die derzeitige Situation im Chiemgau wider, denn es wird zu wenig an einem Strang gezogen. Jeder kocht seine eigene Suppe und das Ergebnis wird hiermit auch präsentiert.

Dennoch zogen die Abteilungsleiter Alpin, Markus Kreidler und Luggi Moderegger, ein positives Fazit dieser abschließenden Chiemgaumeisterschaften. »Man hat gesehen, dass es den Kindern Spaß macht, wenn alle Jahrgänge zusammen ein Rennen fahren. Auch zum Abschluss der Saison haben sie sich noch mal richtig reingehängt«, zeigte sich Kreidler zufrieden. Eine abschließende Siegerehrung des SV Chiemgau ist für den 25. Mai in der Chiemgau-Arena geplant.

Helmuth Wegscheider