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Titel knapp verpasst: WM-Silber für Felix Loch am Königssee

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Den WM-Titel bei den Herren holte sich der Russe Roman Repilow (M.) vor Lokalmatador Felix Loch (l.) und dem Österreicher David Gleirscher. (Fotos: Tobias Hase/dpa) Foto: dpa

Der junge Russe Roman Repilov gewinnt Gold – Viertplatzierter Max Langenhan holt Gold in der U23-Wertung


Beinahe hätte es geklappt mit dem siebten WM-Gold im Rennrodeln: Felix Loch, großer Favorit und Lokalmatador, schrammte bei den 50. FIL Rennrodel-Weltmeisterschaften am Königssee ganz knapp an Gold vorbei. Der 31-Jährige gewann stattdessen die Silbermedaille und musste einem jungen Russen den Vortritt lassen.

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WM-Gold ging an Roman Repilov, der damit seinen Titel von Sochi 2020 erfolgreich verteidigen konnte. Nach dem ersten Lauf lag hingegen Felix Loch noch in Führung, doch ein paar Fahrfehler kosteten zu viel Zeit auf der selektiven Königssee-Bahn und Repilov zog mit einer blitzsauberen Fahrt an Loch vorbei.

»Ich weiß, dass Roman am Königssee richtig schnell ist, das hat er ja bereits beim Weltcup hier gezeigt. Mit so einem Lauf noch Zweiter zu werden, da bin ich echt happy. Es waren zwei, drei grobe Sachen bei meiner Fahrt und Roman hat es heute einfach besser gemacht als ich«, erläutert Loch im Zielinterview und zeigte sich mit einer Medaille »daheim« – egal, welche Farbe sie heute nun hat – mehr als zufrieden.

Bronze ging an den Österreicher David Gleirscher. Der Olympiasieger schaffte es von Platz sechs nach dem ersten Lauf schlussendlich noch auf das WM-Podium.

Zweitbester Deutscher wurde Max Langenhan mit Platz vier. Der Thüringer lag nach dem ersten Lauf auf einer Top-Position (Platz 3), und fiel in Lauf zwei noch knapp vom Podest. Doch für den 21-Jährigen gab es dennoch Grund zum Feiern – denn in der U23-Wertung sicherte sich Langenhan die Goldmedaille: »Mit Platz vier kann ich wirklich gut leben. Am Ende waren es drei Hundertstel und geschlagen von Olympiasieger Gleirscher, damit kann ich echt gut leben. Das Ziel war einfach, während der Saison wieder fit zu werden und bei der WM eine Top 8-Platzierung zu schaffen. Ich bin so happy, ich habe eine Medaille um den Hals und das zählt auch sehr viel.«

Platz fünf ging an Johannes Ludwig. Auf seiner erklärten »Nicht-Lieblingsbahn« kam der 34-Jährige nicht hundertprozentig zurecht, die letzten Körner hatten gefehlt: »Es ist ein Stück weit ärgerlich, ich hätte gerne eine Medaille geholt. Wie immer knapp daran vorbei, es fehlt dann doch noch das letzte Quäntchen. Es waren ein paar Fehlerchen drin, und es hat nicht sollen sein«, analysiert Ludwig nach dem Rennen.

Moritz Bollmann, der Jüngste im deutschen Herren-Team, kam bei seinem WM-Debüt auf den elften Rang. In der U23-Wertung durfte er sich neben Kollege Max Langenhan die Silbermedaille bei der Siegerehrung um den Hals hängen. »Das Minimalziel ist bei mir immer noch, ordentliche Läufe zu fahren, und das habe ich leider wieder nicht geschafft. Ich bin schon die ganze Woche nicht mit der Teufelsmühle klargekommen, und das hat man auch im Wettkampf gesehen. Ich bin aber dennoch froh, wie es heute ausgegangen ist«, meinte der 20-Jährige im Ziel. Lena Renoth/bsd


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