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Titelparty trotz Verletzung: Ronaldo feiert Triumph

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Cristiano Ronaldo
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Cristiano Ronaldo wollte den großen Silberpokal gar nicht mehr hergeben. Foto: Federico Gambarini Foto: dpa
Pokal
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Der Superstar balancierte den Pokal sogar kurz auf seinem Kopf. Foto: Georgi Licovski Foto: dpa
Schock
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Die gesamte portugiesische Mannschaft versammelt sich um ihren weinenden Kapitän. Foto: Filip Singer Foto: dpa
Umgetreten
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Nach dem Foul von Dimitri Payet greift sich Cristiano Ronaldo sofort ans Knie. Foto: Peter Kneffel Foto: dpa
Behandlung
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Die Ärzte behandeln ihren wichtigsten Spieler minutenlang. Foto: Miguel A. Lopes Foto: dpa
Bangen
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Der Superstar beißt auf die Zähne, will die Verletzung nicht wahrhaben. Foto: Srdjan Suki Foto: dpa
Bandage
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Erneut geht Ronaldo vom Platz, aber noch ist nicht Schluss. Foto: Peter Kneffel Foto: dpa
Bandage
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Eine Bandage ist die letzte Hoffnung der Portugiesen. Foto: Filip Singer Foto: dpa
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Doch es geht einfach nicht, Ronaldo zeigt die Auswechslung an. Foto: Filip Singer Foto: dpa
Setzen
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Danach setzt er sich hin und muss auf die Trage warten. Foto: Peter Kneffel Foto: dpa
Vorbei
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Der Final-Traum von Cristiano Ronaldo nimmt ein bitteres Ende. Foto: Peter Kneffel Foto: dpa
Triumph
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Am Ende kann sich der die tragische Figur des Abends mit dem EM-Titel trösten. Foto: Filip Singer Foto: dpa

Saint-Denis (dpa) - Cristiano Ronaldo wollte den großen Silberpokal gar nicht mehr hergeben. Immer wieder küsste er die Trophäe und posierte stolz für die Fotografen, balancierte den Pokal sogar kurz auf seinem Kopf.


Portugals Superstar freute sich über den Gewinn des ersehnten EM-Titels wie ein kleines Kind, warf strahlend Kusshände ins Publikum und schüttelte immer wieder fassungslos den Kopf. »Ich bin sehr glücklich. Das ist einer der schönsten Momente meiner Karriere«, sagte er nach dem 1:0-Sieg im EM-Finale gegen Frankreich.

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Fast schon vergessen schienen da die schlimmen Szenen aus den Anfangsminuten der Partie, als Ronaldo sich am Knie verletzte und schließlich unter Tränen mit einer Trage vom Platz gebracht werden musste. »Ich hatte Pech, weil ich mich verletzt habe. Aber ich wusste, dass wir stärker sein werden«, sagte Ronaldo später. Eine offizielle Diagnose zur Schwere seiner Verletzung gab es zunächst nicht. Die spanische Zeitung »Marca« berichtete von einer Innenbandzerrung, womit Ronaldo in einigen Wochen wieder fit sein dürfte. Mit einer Manschette um das Knie war er zur Siegerehrung gehumpelt.

Noch während der Partie kehrte der ausgewechselte Kapitän an die Seitenlinie zurück, feuerte seine Mannschaft im Stile eines Trainers immer wieder an und humpelte die Seitenlinie auf und ab. »Er war sehr wichtig für uns, in der Kabine und auf dem Platz«, lobte Trainer Fernando Santos. »Er hat immer daran geglaubt, dass heute die Nacht der Nächte, unsere Nacht war.« Und Abwehrchef Pepe berichtete strahlend: »Wir haben uns geschworen, für ihn zu gewinnen, und wir haben für ihn gewonnen.«

Gegen den Gastgeber mussten die Portugiesen in 120 Endspiel-Minuten plus Nachspielzeit zahlreiche brenzlige Situationen überstehen. André-Pierre Gignac traf nur den Pfosten, einige Male rettete Torhüter Rui Patricio sein Team mit starken Paraden. Schließlich traf der eingewechselte Éder in der 109. Minute kurz vor Ende der Verlängerung zum entscheidenden Treffer. »Es ist ein sehr besonderes Tor, es war das Siegtor. Es war ein Teil des Teamworks«, sagte der Final-Held später strahlend.

Der EM-Sieg ist Portugals erster großer Titel. Zwölf Jahre nach dem bitteren 0:1 im Finale der Heim-EM gegen Griechenland nutzte die Seleção ihre zweite Endspiel-Chance. »Ich habe darauf so lange gewartet, seit 2004. Ich habe Gott um eine weitere Chance gebeten, weil ich glaube, dass die Portugiesen das verdienen«, sagte Ronaldo, der schon im Finale vor zwölf Jahren dabei gewesen war. Abwehrchef Pepe schwärmte: »Wir haben ein brillantes Kapitel in der Geschichte des portugiesischen Fußballs geschrieben. Niemand von uns wird diesen Titel jemals vergessen.«

Um 23.48 Uhr durfte Kapitän Ronaldo endlich den ersehnten Pokal in den Nachthimmel über Paris stimmen. Im silber-rot-blauen Konfettiregen vergoss der Profi von Real Madrid noch einmal die angekündigten Freudentränen. »Portugal hat das verdient, das waren so viele Jahre voller Opfer. Es ist einer der glücklichsten Tage meines Lebens«, sagte er. »Ich wollte unbedingt einen Titel mit Portugal gewinnen, und es hat endlich geklappt. Diesen Triumph werde ich nie vergessen.«

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