Tobis holen weitere Medaille: Wendl/Arlt belohnen sich mit Silber

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Bejubeln die Goldmedaille: Toni Eggert und Sascha Benecken im Ziel. Foto: dpa

Zweifachtriumph der deutschen Doppelsitzer am Königssee – Viertes WM-Gold für Eggert/Benecken


Was für ein Tausendstel-Krimi am Königssee: Bei den FIL Rennrodel-Weltmeisterschaften der Doppelsitzer lieferten die beiden deutschen Top-Duos Eggert/Benecken und Wendl/Arlt einmal mehr eine Machtdemonstration und feierten einen Zweifachtriumph. Diesmal hatten Eggert/Benecken die Nase vorne, nachdem sich Wendl/Arlt am Freitag noch Gold im Sprint gesichert hatten (wir berichteten).

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Toni Eggert und Sascha Benecken gewannen am Samstag ihr insgesamt viertes WM-Gold in Folge und kürten sich damit auch zu den erfolgreichsten Doppelsitzern der FIL-WM-Geschichte. Mit nun viermal Gold, dreimal Silber und einmal Bronze überholte das Thüringer Duo das bisher dominierende Duo Patric Leitner und Alexander Resch.

Nach dem ersten Lauf lag Eggert/Benecken nur 0,002 Sekunden vor den internen Rivalen Wendl/Arlt, nach dem zweiten Lauf bauten sie ihren Vorsprung – unter anderem mit den meisten Paddelschlägen am Start – auf 0,155 Sekunden aus.

»Es ist unglaublich. Wir hatten nicht den besten Saisonstart, aber wir haben nichts über Bord geworfen und in den letzten Wochen mit sehr viel Aufwand an unserem ganzen System gearbeitet. Diese Woche ist es das erste Mal so richtig zum laufen gekommen. Das ist natürlich super und macht dann sehr viel Spaß«, freute sich Toni Eggert im Ziel-Interview.

Über die Silbermedaille durften sich die beiden Lokalmatadore Tobias Wendl und Tobias Arlt freuen. Nach der Goldmedaille im Sprint ist es für den Bayern-Express das zweite Edelmetall an diesem Wochenende: »Genau das wollten wir den Zuschauern liefern: ein spannendes Rennen. Das haben wir heute gezeigt. Toni und Sascha waren einfach schneller, wir können zufrieden sein. Wir sind zwei geile Läufe gefahren. Mehr war nicht drin, aber wir haben alles gegeben. So ist das eben im Sport, aber wir sind sehr glücklich mit Silber«, strahlte Neu-Papa Tobias Wendl im Ziel.

Dritte wurden die beiden Sics-Brüder aus Lettland. Im ersten Lauf war das Duo noch ins Ziel »gestürzt«, nach Lauf zwei lagen Juris und Andris Sics letztendlich 0,660 Sekunden hinter dem Gewinner-Duo.

Ein Top-Ergebnis fuhr das dritte deutsche Duo Hannes Orlamünder und Paul Gubitz ein. Die Youngsters belegten mit 1,191 Sekunden Rückstand einen sehr guten zehnten Platz. In der U23-Wertung holten sich Orlamünder/Gubitz außerdem die Silbermedaille – für ihr WM-Debüt eine klasse Leistung: »Mit der U23-Leistung können wir zufrieden sein. Wir konnten heute allerdings unsere Leistung nicht ganz so gut abrufen wie gestern. Am Start war es heute nicht ganz so zügig. Im Großen und Ganzen ein gutes Ergebnis, aber es wäre auch mehr drin gewesen«, analysierte Hintermann Paul Gubitz selbstkritisch ihr WM-Ergebnis.

U23-Weltmeister wurden Ivan Nagler und Fabian Malleier aus Italien, Bronze ging an das lettische Team Martins Bots und Roberts Plume.

Und hier noch die Einschätzung von Bundestrainer Norbert Loch zum Doppelsitzer-Wettkampf: »Wir hatten diesen Winter doch viele Aufs und Abs bei den Doppelsitzern, und dass sie heute Platz eins und zwei geholt haben – damit kann man einfach nur zufrieden sein. Ich denke, dass auch die Entscheidung, Orlamünder/Gubitz ins WM-Team genommen zu haben, gut war. Wir haben ihnen die Chance gegeben, und sie haben das mit dem U23-Vize-Titel bewiesen.« Lena Renoth/bsd


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