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Tödliche Gefahr durch Kräutermischungen

Ein Mädchen (20) aus Wasserburg ist zusammengebrochen – der Grund: Sie rauchte eine »Kräuter-Zigarette«, die sie im Internet in England bestellt hatte. Sie musste wegen Vergiftungserscheinungen ins Krankenhaus gebracht werden. Ein Fall von vielen.

Die brisanten und zum Teil lebensbedrohlichen Vorfälle mit »Kräutermischungen« haben in letzter Zeit nämlich erheblich zugenommen, teilt die Polizei mit. Sie warnt vor den Konsequenzen sowohl strafrechtlicher als auch gesundheitlicher Natur.

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Da die Kräutermischungen, die je nach Zusammensetzung entweder dem Arznei- oder dem Betäubungsmittelgesetz unterliegen, häufig via Internet im Ausland bestellt und illegal nach Deutschland eingeführt werden, begeht der Käufer eine Straftat. Diese wird entweder mit einer Geld- oder mit einer Freiheitsstrafe bestraft. Es kommt dabei im Wesentlichen auf den Inhalt und den Umfang der Bestellung an. Je höher der Wirkstoffgehalt der Substanz und je größer die bestellte Menge ist, umso höher fällt auch die Strafe aus.

Häufig sind es synthetische Cannabinoide, die in den vielfach aus Europa oder China stammenden und rund 30 Euro teueren Päckchen festgestellt werden. In einem toxikologischen Gutachten der Rechtsmedizin München zu einem ungeklärten Todesfall eines Mannes (20) aus Bad Aibling im April wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Wirkungsweise von synthetischen Cannabinoiden in diversen Kräutermischungen die bis zu 60-fache Wirkung des herkömmlichen Cannabis-Wirkstoffes Tetrahydrocannabinol (THC) im Marihuana und Haschisch haben. Fachleute raten daher dringend, die Finger von den gefährlichen »Kräutermischungen« zu lassen.