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Toni Palzer wieder uneinholbar

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111 Skibergsteiger nahmen am letzten Samstagnachmittag beim 16. Götschenfuchs in Bischofswiesen teil. Bereits wenige Meter nach dem Start war Toni Palzer (l.) dem Feld schon einige Meter enteilt. (Foto: Wechslinger)

Bischofswiesen – Die Teilnehmer des Götschenfuchsrennens mussten in diesem Jahr wegen Schneemangels wieder auf der »B-Strecke« laufen. Das Skitourenrennen führte von der Liftstation über 400 Höhenmeter zur Bergstation und über die ehemalige Weltcupstrecke wieder hinunter zur Götschen-Alm. Dort befand sich für die Jugendlichen und die Rucksackklasse nach einmaligem Aufstieg und nachfolgender rasanter Abfahrt durch 13 Richtungstore das Ziel. Alle anderen nahmen die B-Strecke von dort zum zweiten Mal in Angriff. Die Teilnehmer zeigten sich auch mit der Alternativvariante vollauf zufrieden. Wie schon im letzten Jahr zählt der Götschenfuchs zur Pinzgau-Trophy weswegen auch viele Österreicher dabei waren.


Toni Palzer aus Ramsau zog vom Start des 16. Götschenfuchs weg allen Konkurrenten davon und lief unter 111 Startern ein einsames Rennen. Trotz Problemen beim zweiten Aufstieg kam Palzer zwei Minuten früher als der Zweitplatzierte Thomas Trainer ins Ziel und ließ nach seinem Sieglauf für seine Fans im Zielbereich einen traditionellen »Juchizer« los.

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An der Spitze der Hauptklasse entwickelte sich hinter Palzer mit den Verfolgern Cornelius Unger und Thomas Trainer ein spannender Zweikampf um Platz zwei. Dahinter bekämpften sich Seppi Huber und Stefan Knopf. Unger hatte jedoch einen Bindungsdefekt, er kollidierte an zweiter Stelle liegend mit einer jungen Teilnehmerin der »Rucksackklasse«. Er kümmerte sich um die junge Dame, lieh sich von einem Skibergsteiger einen Ski aus und machte sich auf die Aufholjagd. Trainer war entwischt, aber es ging noch um Platz drei, den sich Huber praktisch auf der Ziellinie vor Unger erkämpft hat. Nur eine Sekunde dahinter reihte sich Knopf trotz einer Erkältung an der fünften Stelle ein. Dabei entschied der 18-Jährige erst eine halbe Stunde vor dem Wettkampf doch zu starten. Umso beachtlicher war sein schnelles Rennen. »Das Skibergsteigen macht mir noch mehr Spaß als das Berglaufen«, sagte der Senkrechtstarter der letztjährigen Berglaufserie.

»Man wird älter und langsamer und die Jungen schneller«, fasste dagegen der dreifache Götschenfuchs-Sieger Martin Schider aus Weißbach bei Lofer zusammen, der dieses Mal »nur« die Altersklasse gewann und insgesamt Neunter wurde.

Eine Klasseleistung zeigte auch in diesem Jahr wieder Wolfgang Palzer vom SK Ramsau als Sieger der Altersklasse II. Als souveräne Siegerin der Damenklasse setzte sich Vorjahressiegerin Stefanie Koch-Klinger vom SC Anger durch. Eine Bereicherung des Tourenskirennens waren aber auch mehrere Jugendliche und Kinder, die schon respektable Leistungen vollbracht haben.

An die 200 Zuschauer hatten im Zielbereich die Möglichkeit die Skibergsteiger beim schnellen Aufziehen der Felle zu beobachten. Organisator und Erfinder des Götschenfuchses Hans Vonderthann bedankte sich bei den Teilnehmern und bei Vorstand Bernhard Heitauer und dessen Gattin Theresia vom WSV Bischofswiesen, der mit seinen Helfern für einen reibungslosen Rennverlauf gesorgt hat. Unter den Freiwilligen war sogar Altbürgermeister Toni Altkofer.

Bei der Siegerehrung im Gasthaus »Brennerbräu« gewannen die Teilnehmer mit ihrer Startnummer zunächst Sachpreise, ehe die Siegerehrung und eine Skibergsteiger-Hoagascht mit Musik folgten.

Cheforganisator Hans Vonderthann bedauerte, dass nach 15 Teilnahmen erstmals Günther Maier aus Otterfing nicht mehr dabei war. »Jetzt gibt es keinen mehr, der immer am Start war«, so Vonderthann, der es sich nicht nehmen ließ auch dieses Mal selbst dabei zu sein. Ein einziges Mal war Vonderthann wegen einer Verletzung nicht am Start.

Der Organisator der bekannten Mountainattack Roland Kurz aus Saalbach hatte ebenfalls teilgenommen. Vorjahressieger Patrick Innerhofer aus Vorarlberg ließ den Wanderpreis, einen geschnitzten Fuchs, zurück nach Bischofswiesen bringen, wo er unter tosendem Applaus dem souveränen Sieger Toni Palzer übergeben wurde.

Ergebnisse 16. Götschenfuchs

Jugendklasse I (kurze Strecke): 1. Franzi Eder (Ramsau) 28:48; 2. Seppi Berger (DJK Weildorf) 32:38.

Rucksackklasse: 1. Mario Rier (Loferer Renntiere) 26:42; 4. Maxi Datzmann (SK Ramsau) 32:52; 6. Erwin Machner (WSV Bischofswiesen) 35:42.

Jugendklasse II (lange Strecke): 1. Kati Wimmer (RC Martin´s Bike Shop) 52:22; 2. Theresa Graßl (DAV Skitourenteam Berchtesgaden) 1:03:27.

Allgemeine Klasse: 1. Stefanie Koch-Klinger (SC Anger) 50:05; 6. Barbara Abler (SC Ainring) 1:01:22.

Allgemeine Herrenklasse: 1. und Götschenfuchs-Sieger 2016 Toni Palzer (SK Ramsau) 38:48; 2. Thomas Trainer (Hagan Ski) 41:12; 3. Seppi Huber (Martini Speed Team/Martin´s Bike Shop) 43:02; 4. Cornelius Unger 43:02; 5. Stefan Knopf (beide DAV Berchtesgaden) 43:04; 8. Martin Leitner (BMK Unterjettenberg) 44:33; 11. Christoph Walch (DAV Skitourenteam Berchtesgaden) 45:02; 12. Simon Kurz (Martini Speed Team) 45:16; 16. Wolfgang Klinger (SC Anger) 45:40; 17. Felix Kastner (FC Ramsau) 46:39; 19. Sebastian Lechner (DAV Traunstein) 47:25; 27. Florian Aschauer (DAV Skitourenteam Berchtesgaden) 49:19; 28. Sebastian Zauner (DAV Berchtesgaden) 49:23; 37. Seppi Maltan (SK Ramsau) 53:56; 42. Tobias Schuster (Reisefieber) 58:44; 43. Sebastian Waldherr (FC Bischofswiesen) 1:00:56; 45. Florian Wittmann (SC Ainring) 1:03:10; 46. Georg Stanggassinger (WSV Bischofswiesen) 1:03:56; 47. Stefan Aschauer (Reisefieber) 1:04:45.

Altersklasse I: 1. Martin Schider (Martini Speed Team) 44:34; 4. René Hellmann (Verband Deutscher Heeresbergführer) 48:38; 6. Markus Baumgartner (Team Ski Sepp Ainring) 48:46; 14. Johannes Kumeth (RSV Freilassing) 52:28; 18. Johannes Schwegler (Verband Deutscher Heeresbergführer) 56:09; 22. Jörg Deyhle (DAV Berchtesgaden) 1:02:38; 23. David Selbach (Berchtesgaden) 1:08:56.

Altersklasse II: 1. Wolfgang Palzer (SK Ramsau) 48:03; 6. Hans Vonderthann (WSV Bischofswiesen) 59:16.

Herrenklasse III: 1. Helmut Stutz (SK Ramsau) 54:22. Christian Wechslinger