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Toni Palzer wird Dritter in der Schweiz

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Nach seiner Bronzemedaille bei der Europameisterschaft holte sich Toni Palzer jetzt auch im Weltcup einen 3. Platz. (Foto: Seebacher)

Les Marécottes – Ungewohnt für alle Skibergsteiger war das neue Startprozedere beim Vertical-Weltcup am Samstag in Les Marécottes. Mit zeitlichen Abständen von 20 Sekunden gingen die Athleten auf die 585 Höhenmeter umfassende, drei Kilometer lange Strecke. Bei den 15 besten Skibergsteigern wurde sogar im Minuten-Abstand gestartet. Toni Palzer aus Ramsau feierte mit einem 3. Platz einen guten Einstand im neuen Wettkampfformat.


Der spanische Ausnahmeathlet Kilian Jornet fand sich am besten mit dem neuen Format zurecht und sicherte sich nach 22:39 Minuten den Sieg vor dem extrem starken jungen Schweizer Remi Bonnet (23:08 Minuten). Toni Palzer holte sich mit nur einer Sekunde Rückstand auf den 2. Platz (23:09 Minuten) wertvolle Punkte für den Gesamtweltcup. Toni Lautenbacher von der DAV-Sektion Bad Tölz kämpfte sich nach langer Verletzungspause bei seinem ersten Weltcuprennen der Saison auf den 22. Platz (24:52 Minuten).

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Cornelius Unger aus Schönau am Königssee verfehlte sein selbst gestecktes Ziel einer Top 25-Platzierung nur knapp und landete auf dem 29. Platz (25:40 Minuten). Nicht ganz zufrieden war Philipp Schädler von der DAV-Sektion Neu-Ulm mit seinem 39. Platz (26:39 Minuten).

Die Strecke verlief anfangs über einen flachen Weg, bis sie nach einigen Metern durch ein Waldstück steil hinauf führte. Deutlich anspruchsvoller als bei Verticalrennen auf Skipisten, mussten die Athleten hier mit zahlreichen Kurven und einer stellenweise sehr glatten Spur kämpfen.

»Keiner von uns ist schon Mal in diesem Format mit den zeitlichen Abständen gelaufen. Das war schon ungewohnt, aber für jeden gleich«, sagte Toni Palzer nach dem Rennen. »Im Vergleich zu den normalen Verticalrennen hat man einfach kein Gefühl, wie man unterwegs ist. Ich bin ziemlich schnell angegangen und war zur Hälfte sogar auf Siegeskurs. Die technisch anspruchsvollere Strecke kam mir heute mit Sicherheit zu Gute. Und zum Schluss bin ich mit meinem dritten Platz super zufrieden. Ich habe einige Läufer, die in Andorra noch vor mir waren, hinter mir gelassen.«

Cornelius Unger sagte, dass das Rennen wieder einmal extrem hart gewesen sei. »Wer heute nicht gelitten hat, der hat was falsch gemacht. Leider hat es mit der Top 25-Platzierung nicht ganz gereicht. Aber die Abstände im Weltcup sind einfach extrem eng. Für Top 25 brauche ich einen außergewöhnlichen Tag, aber insgesamt bin ich damit ganz zufrieden.« Johannes Schmid

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