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Top-Duell im Breisgau, Unruhe in Hoffenheim

Top-Duell
Die Bayern haben die letzten sieben Duelle mit dem VfB Stuttgart gewonnen. Foto: Victoria Bonn-Meuser Foto: dpa

Düsseldorf (dpa) - Die Konkurrenz wünscht sich einen Patzer des FC Bayern, doch auch beim Südschlager in Stuttgart ist der souveräne Tabellenführer absoluter Topfavorit. Die letzten sieben Spiele gegen die Schwaben hat der Rekordmeister alle gewonnen. Daher ist der Respekt beim VfB auch riesengroß.


«Bayern ist eine der besten Mannschaften der Welt im Moment», meinte Stuttgarts Torjäger Vedad Ibisevic vor der Partie am Sonntag. Chancenlos sei sein Team allerdings nicht. «Fußball ist verrückt genug, dass es Ausnahmen gibt. Wir werden alles dafür tun», versprach der VfB-Profi.

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Bayern-Coach Jupp Heynckes rechnet mit einem schweren und aufregenden Auswärtsspiel. «Das wird kein Spaziergang. Das ist ein Klassiker, ein Südderby, immer emotional aufgeladen», erklärte der Trainer, der im Angriff Mario Mandzukic erneut den Vorzug vor Mario Gomez geben dürfte.

Die Konkurrenz ist gefordert. Vor allem Verfolger Bayer Leverkusen hat im Top-Duell des 19. Spieltags beim Tabellensechsten SC Freiburg eine hohe Hürde zu nehmen. Mit sechs Siegen aus den vergangenen sieben Spielen haben die Rheinländer allerdings auch eine beeindruckende Serie hingelegt. «Wir fahren mit viel Selbstvertrauen und im Glauben nach Freiburg, dort etwas mitzunehmen», sagte Teamchef Sami Hyypiä.

Die weiteren Europacup-Aspiranten messen sich allesamt mit Abstiegskandidaten. Dabei hofft vor allem der FC Augsburg auf eine Fortsetzung seines gelungenen Rückrundenauftakts. Der FC Schalke dürfte jedoch schwerer zu knacken sein als die mit 3:2 auswärts besiegten Düsseldorfer. Trainer Markus Weinzierl ist optimistisch. «Wir wollen zu Hause nachlegen und die nächsten Punkte einfahren», meinte Augsburgs Coach. Kollege Jens Keller hat nach den vier Gegentoren gegen Hannover viel Wert auf Defensivarbeit gelegt und kann wieder auf seinen Torjäger Klaas-Jan Huntelaar bauen.

Nur einen Punkt vor Augsburg auf Rang 16 liegen die Hoffenheimer, bei denen Unruhe um Innenverteidiger Marvin Compper entstanden war. Vor der Partie beim Tabellenvierten Eintracht Frankfurt wurde Compper wegen irritierender Aussagen aus der ersten Elf verbannt. Nun steht er vor einem Wechsel zum AC Florenz. Manager Andreas Müller reagierte am Donnerstag mit einem Wutanfall auf die Reaktionen nach der Suspendierung. «Es ist kein Possenspiel. Es sind Fakten und klare Entscheidungen getroffen», sagte Müller. Zudem fehlen dem Team sechs weitere Profis.

Dem Tabellenletzten Greuther Fürth soll Neuzugang Nikola Djurdjic gegen Mainz 05 zum dringend benötigten Sieg verhelfen. «Wir brauchen den Dreier definitiv», forderte Trainer Mike Büskens, dessen Team schon vier Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz hat. Im Hinspiel gelang den Fürthern der einzige Saisonsieg.

Im Norden stehen die beiden Derbys zwischen Hannover und Wolfsburg sowie Hamburg und Bremen im Mittelpunkt. Der HSV und Werder kämpfen zum 98. Mal in der Bundesliga um Punkte. Im Westen tritt Fortuna Düsseldorf erstmals seit 16 Jahren wieder bei Borussia Mönchengladbach an.