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Faschingsferien bescheren dem Verbandsgebiet über 14 Prozent mehr Übernachtungen

Tourismus boomt im Februar

Berchtesgadener Land – Schönes Wetter, beste Schneebedingungen für Wintersportler – die Faschingsferien boten Urlaubern im Berchtesgadener Land heuer ein reiches Betätigungsfeld. Das schlägt sich auf die Tourismusbilanz im Bereich der Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee nieder, zumal der Fasching im letzten Jahr noch in den März gefallen war. Um 10,83 Prozent mehr Gäste kamen in diesem Februar in die fünf Gemeinden des Berchtesgadener Talkessels, und das Übernachtungsplus liegt sogar bei 14,34 Prozent.

»Ski und Rodel gut« hieß es in den Faschingsferien im Berchtesgadener Land. Das spiegelt sich auch in der aktuellen Tourismusbilanz wider. (Foto: Wechslinger)

Allerdings drückt der schlechte Januar, in dem nur eingeschränkt Wintersport möglich war, die Gesamtbilanz der ersten beiden Monate. So gab es Januar und Februar zusammengerechnet im Verbandsgebiet nur noch ein Gästeplus von 3,84 Prozent und einen Übernachtungsanstieg von 4,89 Prozent. In absoluten Zahlen ausgedrückt, machten in den ersten beiden Jahresmonaten 45 186 Personen Urlaub im Berchtesgadener Land. Sie übernachteten 226 878-mal. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer stieg leicht auf 5,02 Tage.

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Das kräftigste Übernachtungsplus im Februar gab es mit 31,73 Prozent in Ramsau. Gäste kamen um 24,03 Prozent mehr. Auch die Gesamtbilanz der ersten beiden Monate kann sich in der Nationalparkgemeinde sehen lassen: 14,74 Prozent bei den Gästen und 16,97 Prozent bei den Übernachtungen.

In Berchtesgaden zählte man im Februar 14,27 Prozent mehr Gäste und 23,45 Prozent mehr Übernachtungen. Das Gästeplus von Januar bis Februar lag bei 4,37 Prozent, das Übernachtungsplus bei 8,68 Prozent.

Sehr gut bei den Übernachtungen schnitt auch die Marktgemeinde Marktschellenberg ab. Im Februar betrug das Übernachtungsplus 26,64 Prozent, in den ersten beiden Monaten zusammen immerhin noch 12,15 Prozent. Und das obwohl im Februar ganze zwei Gäste weniger als im Vorjahr in die Marktgemeinde gekommen waren. Immerhin stieg aber die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in der Grenzgemeinde von 4,83 auf 5,43 Tage.

Positive Zahlen werden auch aus Bischofswiesen gemeldet. Hier können sich die Vermieter über ein Gästeplus von 8,72 Prozent im Februar und über einen Übernachtungsanstieg im selben Monat um 15,16 Prozent freuen. In der Gesamtbilanz der ersten beiden Monate taucht bei den Gästen noch ein Plus von 6,17 Prozent und bei den Übernachtungen ein Anstieg um 6,91 Prozent auf.

Die schlechteste Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr nahm die Gemeinde Schönau am Königssee. Gab es im Februar bei Gästen und Übernachtungen noch ein Plus von 3,39 beziehungsweise 2,23 Prozent, so drückt der schlechte Januar die Gesamtbilanz der ersten beiden Monate stark. Bei den Gästen liegt man um 0,82 Prozent hinter den Vorjahreszahlen, bei den Übernachtungen 1,89 Prozent im Minus. Allerdings ist die Gemeinde Schönau am Königssee mit 90 698 Übernachtungen von Januar bis Februar weiterhin die stärkste Tourismusgemeinde im Verbandsgebiet.

Nun darf man gespannt sein auf die Tourismusbilanz im März. Zu vermuten ist, dass sich die fehlenden Faschingsferien negativ auf die Zahlen auswirken werden. Aber vielleicht können gute Wintersportbedingungen und schönes Wetter wenigstens einen Teil davon auffangen. Ulli Kastner