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Trachtenverein Bernau feiert 120. Geburtstag

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Die Patenvereine aus Grassau und Marquartstein-Piesenhausen mit den Vorständen Stefan Baumgartner und Martin Heiler überreichten dem Trachtenverein »D´Staffelstoana« Bernau zum 120. Jubiläum ein Fahnenband als Erinnerung. (Foto: Hötzelsperger)

Bernau – Ganz und gar nicht unter sich wollte der Trachtenverein »D´Staffel-stoana« Bernau seinen 120. Geburtstag feiern. Ganz im Gegenteil: neben den zahlreichen Vereinsmitgliedern und Trachtlern aus dem Chiemgau-Alpenverband fanden sich noch der Göd »D´Griabinga« Hohenaschau sowie die Patenvereine aus Grassau, Marquartstein-Piesenhausen und Hittenkirchen ein. Alle zusammen sorgten für einen tollen Jubiläumsabend im Festzelt.


Schon das Vorprogramm mit feinen Weisen der Fingerspui-Musikanten und mit Märschen der Bernauer Festmusikkapelle unter der Leitung ihres Dirigenten Albert Osterhammer waren vielversprechend. Nach dem Einzug des überaus zahlreichen Bernauer Trachtennachwuchses und einem Auftanz hieß Vorstand Franz Praßberger die Gäste zum Heimatabend willkommen.

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Ansager des Abends, Heini Albrecht, nahm die Besucher mit auf eine musikalische Reise zwischen Chiemsee und Kampenwand. Kernpunkt war dabei das »Chiemgau-Lied«, dessen fünfte Strophe von allen Besuchern gemeinsam gesungen wurden. Zuvor garantierten die Rimstinger Sänger mit Frühjahrs-, Liebes- und Herbstliedern zusammen mit Christoph Bauer an der Ziach für feinsten Gesang. Für musikalische Abwechslung im ersten Teil sorgten zudem die heimische Gruppe »Fingerspui« sowie die neu zusammengestellte Gruppierung »Kampenblech«. Verbunden wurden deren Weisen mit einem Gang durch das Bernauer Trachtenjahr, das unter anderem mit einem »Oascheibn« der Kinder auf der Bühne gezeigt wurde. Kräftigen Beifall bekamen der Nachwuchs und die Jugendleitung für das Lied »Der Edelknabe« sowie drei der Kinder mit vorgetragenen Gedanken zur Heimatliebe mit dem Gedicht »Hoamatland – Heiligland«.

Der Gemeinschaftsplattler aller Patenvereine mit dem Festverein mit dem »Birkenstoana« machte deutlich, dass der Jubiläums-Abend etwas Besonderes ist: Die vielen Plattler hatten nur mühsam Platz auf der großen Bühne. Im Reigen der Trachtentanz- und Plattler-Darbietungen folgten der neu einstudierte »Staffelstoana Marschei-Tanz« vom Festverein, zwei Stücke der Bernauer Goaßlschnalzer und der »Weiß-Blau-Marsch« der Bernauer Musikkapelle.

Der zweite Teil des Abends war bestimmt von Gratulationen, stets verbunden mit einem Auftritt. Göd Hohenaschau, der dem 1899 gegründeten Bernauer Trachtenverein Pate stand, überbrachte ein Modell der Burg Hohenaschau sowie einen Gutschein für die Kinder und Jugendlichen von Bernau. Mit diesem können sie an einer speziellen Burg-Führung teilnehmen. Dem Hohenaschauer Mühlradl folgte ein Gemeinschafts-Auftritt der Patenvereine von Grassau und Marquartstein-Piesenhausen, deren Vorstände Stefan Baumgartner und Martin Heiler ein Fahnenband als gemeinsames Erinnerungs-Geschenk mitbrachten. Seit 1923 wird von Bernau eine Patenschaft mit Hittenkirchen gepflegt, deren Vorstand Christoph Kaufmann hatte neben dem Kronentanz der Aktiven einen Gutschein für den Festausschuss vom GTEV Bernau für einen Besuch beim Wastlhuberhof dabei. Für all die Aufmerksamkeit bedankte sich der Jubiläumsverein mit dem Sterntanz mit 32 Aktiven. Fröhlicher Ausklang des Abends war einmal mehr das Zusammenkommen in der Festzeltbar der Aktiven mit boarischer Musik. hö