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Trachtler halten zusammen

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Der Nachwuchs des Trachtenvereins Surtal-Lauter eröffnete den Benefizabend in der Mehrzweckhalle in Lauter. (Foto: Hötzelsperger)

Surberg – Ein großer Freundschaftsdienst ist der Benefiz-Gauheimatabend in der Mehrzweckhalle in Lauter für Peter Eicher junior gewesen. Der Sohn von Gauvorstand Peter Eicher, der in Jochberg bei Schneizlreuth lebt, war vor knapp einem Jahr durch einen Verkehrsunfall in Grassau jäh aus seinem aktiven Trachtler- und Sportler-Leben gerissen worden. Seither kämpft sich der 49-Jährige nach einem langem Krankenhausaufenthalt wieder zurück ins Leben.


Bei der Suche nach einer behindertengerechten Wohnung und bei deren Finanzierung wollen seine Freunde ihn und seine Familie unterstützen. Die Idee zum Benefiz-Gauheimatabend hatten Willi Weber, Sepp Harbeck und Tamara McCuish.

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21 Dirndln und 21 Buam des Trachtenvereins Surtal-Lauter eröffneten den Abend in der voll besetzten halle, der unter dem Motto »A b'sunderer Abend für an b'sunderen Zweck« stand. Danach traten die Gaujugendgruppe und die Gaugruppe des Gauverbands I sowie der Trachtenverein »D' Weikerstoana« Weißbach auf. Es musizierten die Anfang-Dirndln, die Außergebirg-Musikanten, die Rimstinger Sänger, die Lenzensberg-Musi und die Trumpf-oder-Kritisch-Musi.

Großes Vergelt's Gott von Peter Eicher jun.

Als Ansager führte Heini Albrecht durch den Abend. Im Gespräch mit ihm sagte Peter Eicher junior: »Was ihr für mich tut, das kann ich nur mit einem großen Vergelt's Gott beantworten.« Er gestand: »Anfangs, als ich hörte, dass meine Freunde diesen Abend für mich machen wollen, war das noch zäh für mich zu verstehen. Und jetzt, wenn ich sehe, dass ihr alle wegen mir da seid, ist das für mich echt wahnsinnig.«

Bei dem Abend erhielt Peter Eicher junior von seinen Freunden auch noch eine Puls-Uhr mit der Bitte: »Mach weiter so.« Willi Weber erklärte, dass über 70 Leute vor und hinter der Bühne im Einsatz gewesen seien. »Jeder, den wir fragten, packte sofort mit an«, fügte Tamara McCuish an. Und Sepp Harbeck gab den Besuchern noch etwas Nachdenkliches mit auf den Weg: »Nutzt die Zeit, es könnte bald anders sein.«

Bis Mitte Juni, dem voraussichtlichen Ende seiner Reha, will der 49-Jährige ein neues, behindertengerechtes Zuhause gefunden haben. Eichers Familie zeigte sich ebenfalls dankbar über die erfahrene Zuneigung. So kam unter anderem ein gespendeter Quastenhut der Benefizaktion zugute. Auch Delegationen vom Chiemgau-Alpenverband und Bayerischen Inngau waren nach Lauter gekommen. Grußworte sprachen unter anderem der Landrat des Berchtesgadener Landes, Georg Grabner, und der Surberger Bürgermeister Josef Wimmer.

Alle Einnahmen des Abends kamen Peter Eicher junior zugute. Wer den 49-Jährigen ebenfalls unterstützen will, kann auf das Konto des Gauverbands I, IBAN DE 28 7116 0000 0002 6045 82, BIC GENODEF 1VRR, Verwendungszweck: Peter Eicher jun., spenden.