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Traunreuter Stadtrat befasst sich mit den Bürgerbegehren

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Die Häuserzeile entlang der Werner-von-Siemens-Straße soll durch einen Neubau und eine Angleichung des Gebäudes ein einheitliches Erscheinungsbild bekommen. Das ebenerdige Gebäude, in dem jetzt ein griechisches Lokal und eine Confiserie sind, soll abgerissen und durch ein vierstöckiges Wohn- und Geschäftshaus ersetzt werden. (Foto: Rasch)

Traunreut – Der Traunreuter Stadtrat wird am Donnerstag um 16 Uhr im Rathaus die Formalitäten zu den drei Bürgerbegehren »Ausbau der Frühlinger-Spitz-Straße«, »Miete statt Neubau für die Stadtbücherei« und »Wiedereinführung des Volksfests in Traunreut« beschließen. Geklärt werden muss auch noch, ob zu den drei Bürgerbegehren ein Ratsbegehren angeleiert wird. Außerdem muss für den Bürgerentscheid ein Termin bestimmt werden.


Im Hauptausschuss wurde im Zusammenhang mit dem geforderten Ausbau der Frühlinger-Spitz-Straße kritisiert, dass das Gutachten der mittlerweile vorliegenden Umweltverträglichkeitsprüfung für die geplante Ostumfahrung von Traunreut nicht ins Rats-Informations-System eingestellt worden sei. Für die große Mehrheit spiele das Ergebnis der Untersuchung eine wichtige Rolle bei der Entscheidung über ein mögliches Ratsbegehren. Reinhold Schroll (CSU) und Johannes Danner (Bürgerliste) forderten deshalb in der nichtöffentlichen Sitzung sofortige Einsicht in das Gutachten. Daraufhin wurde beschlossen, dass Stadtbaumeister Thomas Gätzschmann das Gutachten erläutert.

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Weitere Themen der Sitzung betreffen die Umgestaltung der Kantstraße. Wie berichtet, hat sich der Bauausschuss mit knapper Mehrheit gegen einen Kreisverkehr an der Einmündung in die Eichendorffstraße ausgesprochen. Außerdem sollen die Busbuchten unbedingt erhalten bleiben. Zu genehmigen ist auch die vom Bauausschuss empfohlene, geänderte Planung des Bebauungsplans »Stocket«. Die überarbeitete Planung sieht jetzt anstatt vier Wohnblöcken nur noch drei Wohnblöcke mit jeweils vier Stockwerken vor. Wobei einer der Wohnblöcke jetzt nach Osten verschoben werden soll. Auf der frei werdenden Fläche könnten wie im Süden auch im Norden Würfelhäuser gebaut werden.

Der Bauausschuss begrüßte auch die geplante Bebauung an der Werner-von-Siemens-Straße. Die zwei Bauherren wollen das ebenerdige Gebäude, in dem sich jetzt ein griechisches Lokal und eine Confiserie befinden, abreißen und durch ein dreistöckiges Gebäude mit einem zurückgesetzten Penthouse ersetzen. Auch das Nebengebäude soll rückwärtig erweitert werden und ein Vollgeschoß im Penthouse-Stil erhalten. Die Firsthöhe würde sich nicht erhöhen. Durch die neue Bebauung würde bis zur Schlosserei eine einheitliche Linie der Gebäudezeile an der Werner-von-Siemens-Straße geschaffen. Der Bauausschuss hat die damit verbundene Änderung des Bebauungsplans »Zwischen altem Festplatz und Kantstraße« einstimmig dem Stadtrat empfohlen. Laut Planer werden die geforderten Stellplätze in einer Tiefgarage ausgewiesen. Sollte auch der Stadtrat zustimmen, könnte das Bauleitverfahren angeleiert werden. Baubeginn wäre voraussichtlich 2020. Die Planung für den Neubau sieht im Obergeschoß Wohnungen vor und im Erdgeschoß Gewerbe- oder Praxisräume. Ob der »Grieche« und die Confiserie dann wieder einziehen werden, ist bislang nicht bekannt.

Weitere Themen im Bau- und Hauptausschuss waren die Aufstellung eines Bebauungsplans »Sondergebiet Solarpark Burgberg«, die Änderung und Erweiterung des Bebauungsplans »Abdeckerfeld II« für den Bereich Fanderl-Wastl-Weg sowie die Auftragsvergabe der Straßenbauarbeiten für das erweiterte Gewerbegebiet »Äugelwald«. Abzusegnen sind auch die empfohlenen Veränderungssperren hinsichtlich der Stellplatznachweise an der Finkensteiner- und Adalbert-Stifter-Straße, die Änderung des Flächennutzungs- und Bebauungsplans »Porschestraße« sowie eine Änderung und Erweiterung des Bebauungsplans »Gewerbegebiet Oderberg« für ein neues Werkstattgebäude der Chiemgau-Lebenshilfe-Werkstätten.

Die Lebenshilfe hat in Oderberg ein weiteres Grundstück erworben und will ein Gebäude für psychisch kranke Menschen bauen. Abgesegnet werden soll auch der Feststellungsbeschluss der Änderung des Flächennutzungsplans sowie ein Antrag auf Erlass einer Außenbereichssatzung für ein Grundstück in Mais. Vom Bauausschuss wurde dieser Antrag mit 5:4 Stimmen abgelehnt. ga