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Traunstein erleben bleibt unter bewährter Führung

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Traunstein erleben bleibt unter bewährter Führung
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Stellvertretend für seine Vorstandskollegen überreichte Wolfgang Fegg (links) an den Vorsitzenden von Traunstein erleben, Thomas Miller, Blumen und einen Geschenkkorb. Damit würdigte das Vorstandsteam Millers Einsatz und Engagement für den Verein.

Traunstein – Vor 40 Jahren wurde die Werbegemeinschaft Traunstein, die inzwischen in Traunstein erleben umbenannt worden ist, gegründet. Dieses Jubiläum wolle man voraussichtlich im Sommer feiern, kündigte Vorsitzender Thomas Miller bei der Jahreshauptversammlung im Sailer-Keller an. Er und seine Vorstandskollegen wurden ohne Gegenstimmen in ihren Ämtern bestätigt. Damit stehen Miller weiterhin 2. Vorsitzende Andrea Blösl, Kassier Markus Schlaffner und Schriftführerin Angela Miller zur Seite. Beisitzer bleiben Wolfgang Fegg und Ernst Haider. Als Kassenprüfer wurde Peter Fassbender bestätigt, neuer weiterer Kassenprüfer ist Florian Brückner.


Die Vorstandschaft kündigte jedoch an, nur noch für diese Wahlperiode zur Verfügung zu stehen. »Eigentlich wollten wir schon heuer den Verein in jüngere Hände geben, allerdings hat sich niemand bereit erklärt«, sagte Thomas Miller, der seit zwölf Jahren an der Spitze des Vereins steht. Auch seine Vorstandskollegen seinen schon über viele Jahre hinweg in ihren Ämtern und es sei an der Zeit, »neuen Köpfen Platz zu machen«. Miller betonte: »Sollte sich in den nächsten drei Jahren keine neue Mannschaft herausbilden, müssen wir auch über eine Auflösung des Vereins nachdenken.«

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Zuvor dankte der Vorsitzende allen Vorstandsmitgliedern für die hervorragende Zusammenarbeit: »Eine bessere Mannschaft kann man sich einfach nicht wünschen.« Daher hatte er für jedes Vorstandsmitglied ein kleines Geschenk dabei. Die Vorstandschaft wiederum bedankte sich bei Miller mit Blumen und einem Geschenkkorb.

Thomas Miller erinnerte daran, dass die Werbegemeinschaft vor 40 Jahren aus der Taufe gehoben wurde. Sie ging damals aus dem »Arbeitskreis für Parkraum in Traunstein« hervor. Das Thema Verkehr in der Stadt werde auch ein Schwerpunkt in den nächsten Jahren sein. Der Vorsitzende betonte: »Dass immer wieder nach vernünftigen und tragbaren Lösungen gesucht werden muss, steht außer Frage. Wir werden – ja wir müssen uns sogar – uns als Verein in diese Diskussion mit einbringen. Wir sind bereit für offene und ideologiefreie Gespräche, wobei ich eines für uns aber schon heute festhalten kann: Grundvoraussetzung, bevor überhaupt daran gedacht wird Parkplätze in der Innenstadt zu entfernen, ist zunächst die Schaffung von zentrumsnahen – ich betone zentrumsnah und der Festplatz ist dies in unseren Augen mit Sicherheit nicht – Ersatzparkplätzen. Wir leben vom Umfeld und wir machen zwei Drittel unseres Umsatzes mit Kunden aus der Umgebung. So schön manche Forderungen auch klingen, nur vom Flanieren und Kaffeetrinken können die Geschäfte der Innenstadt nicht leben und auch die damit verbundenen Arbeitsplätze können ganz schnell verloren gehen.«

Dabei erinnerte er an zwei Beispiele, »die eigentlich jeder kennen müsste«: Die obere Bahnhofstraße, die mit der Sperrung für den Autoverkehr »sozusagen zu Tode beruhigt wurde und die auch – das traue ich mir hier offen zu sagen – wohl nie wieder mit Geschäften belebt werden wird«. Das zweite Beispiel sei der Stadtplatz. Nach dessen Neugestaltung wurde zunächst die Fußgängerzone auf die Nordseite des Platzes gelegt. »Die Folge war, dass die dort ansässigen Geschäfte schnell in Schwierigkeiten kamen. Dies wurde auch von der Stadt so erkannt und die Verkehrsführung so geändert, wie wir sie heute kennen.« Alleine diese beiden Beispiele würden zeigen, wie vorsichtig und wohl überlegt man das Thema Verkehrsberuhigung angehen sollte. Miller: »Eines muss uns allen klar sein: Wenn ein Geschäft einmal verschwindet, ein Ersatz wird sich so schnell nicht finden.«

Bereits die zehnten Rosentage

In seinen weiteren Ausführungen wies Miller darauf hin, dass es heuer noch ein Jubiläum gibt: die zehnten Traunsteiner Rosentage. »Wir arbeiten derzeit daran, wieder ein anspruchsvolles Programm auf die Beine zu stellen.« So sei zum Beispiel vorgesehen, auf dem Stadtplatz nach dem Wochenmarkt eine Ausstellung historischer Feuerwehrfahrzeuge durchführen, am »Rosensonntag« gibt es dann eine Autoschau auf dem Stadtplatz, die die E-Mobilität in den Mittelpunkt stellt und auf der Maxstraße wird es wieder die Blaulichtmeile geben. Außerdem wolle man eine größere Verlosung durchführen. Hauptpreis ist ein verlängertes Wochenende in Südtirol, das »uns von unseren Südtiroler Freunden aus Nals zur Verfügung gestellt wurde«, wie Miller betonte. Freuen würde ihn, wenn Preise zur Verfügung gestellt würden.

Schriftführerin Angela Miller ließ das vergangene Vereinsjahr Revue passieren. Sie erinnerte unter anderem an diverse Ausschuss-Sitzungen, die jeweils bei Mitgliedsbetrieben stattfanden, an die verkaufsoffenen Sonntage, an das Weihnachtsgewinnspiel und an die Rosentage. Ebenso wie zuvor der Vorsitzende hob Angela Miller die hervorragende Zusammenarbeit mit all den Beteiligten und Helfern hervor. Zur Mitgliederentwicklung erklärte sie, man habe im vergangenen Jahr acht Aus- und drei Eintritte gehabt, somit habe der Verein Traunstein erleben aktuell 92 Mitglieder. In diesem Zusammenhang appellierte sie, jeder solle sich bemühen, neue Mitglieder zu werben, damit man eine starke Gemeinschaft bleibe.

OB Kegel: »Respekt, was Ihr leistet«

Oberbürgermeister Christian Kegel lobte die Arbeit des Vereins und betonte, es sei »wohltuend und beruhigend zu wissen, dass es Traunstein erleben gibt«. Traunstein erleben setze sich sehr für die Stadt ein, »Respekt, was Ihr leistet«, so Kegel, der besonders auch die Bedeutung der Rosentage hervorhob. Sie machen Traunstein weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Traunstein erlebe stärke mit seiner Arbeit und seinem Einsatz das Wirtschaftsleben in Traunstein. Dies sei sehr wichtig, denn die Stadt »braucht eine starke Wirtschaft«.

Kurz ging Kegel auch auf das derzeit in Traunstein heiß diskutierte Thema Millionenspende ein. Er betonte, selbstverständlich sei jeder Stadtrat im Vorfeld der Sitzung informiert gewesen (»die zentralen Punkte waren allen Stadträten eine Woche vorher bekannt«). »Es sollte auch nichts durchgewunken werden«, so Kegel, der auch darauf hinwies, dass bei allen Wünschen des Spenders die Planungshoheit bei der Stadt bleibe. Er hoffe und sei auch zuversichtlich, dass man eine gemeinsame konstruktive Lösung finde, sagte Kegel und betonte abschließend: »Es ist eine Spende an die Stadt, nicht an den Oberbürgermeister oder einen Kandidaten.« m