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Traunsteiner Ringer mit Derby-Kracher

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Brannte im vergangenen Jahr ein Feuerwerk an erfolgreichen Aktionen ab: Traunsteins Ringer Artur Tatarinov (rotes Trikot) siegte gegen den Berchtesgadener Alexander Petersen. (Foto: Wittenzellner)

Das Warten für die heimischen Ringsportfreunde hat ein Ende: Am heutigen Samstag geht es neben den Bundesligen mit den bayerischen Ligen los. Die Auslosung will es dabei, dass der TVT seinen Fans gleich zum Saisonauftakt einen Kracher bieten kann: So gibt der TSV Berchtesgaden gleich im ersten Kampf der Oberliga Süd seine Visitenkarte in der Ludwig-Thoma-Halle am Klosterberg in Traunstein ab.


Beide Mannschaften kämpften im vergangenen Jahr in der Bayernliga. Die veränderte Ligastruktur bringt es mit sich, dass sie nun in diesem Jahr in der Oberliga Süd ringen, der zweithöchsten Liga in Deutschland. Mit den Beiden sind in der Liga wie schon im vergangenen Jahr der SC Isaria Unterföhring, der SC Anger, der SV Mietraching und der AC Penzberg vertreten. Als starke Oberligisten des Vorjahres kommen die SpVgg Freising und der SV Untergriesbach hinzu. Sie gelten als Mitfavoriten auf den Titel des Bayerischen Mannschaftsmeisters, der zum Ende der Saison gegen die Besten aus der Oberliga Nord ausgerungen wird.

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Am heutigen Samstag steht der TVT gleich dreimal den Mannschaften aus Berchtesgaden in der Ludwig-Thoma-Halle gegenüber. Den Anfang machen die beiden Nachwuchsmannschaften in der Grenzlandliga (17 Uhr). Anschließend reichen sich die beiden Reserveteams um 18.15 Uhr die Hand auf der Matte, bevor es ab 19.30 Uhr im Oberliga-Duell zur Sache geht. »Das wird eine ganz schwere Nummer für uns«, ist TVT-Abteilungschef Hartmut Hille überzeugt. »Wir sind in diesem Jahr nicht so ausgeglichen gut besetzt wie im vergangenen Jahr.« Die Berchtesgadener Mannschaft wird von den Traunsteiner Verantwortlichen dagegen hoch eingeschätzt – nicht zuletzt auch, weil sich die Gäste mit Tamasz Fodor einen weiteren bärenstarken ungarischen Legionär geholt haben. »Und daneben verfügt der TSV über viele starke Eigengewächse, die mit ihrem kraftbetonten Stil im vergangenen Jahr zu überzeugen wussten«, erinnert sich Hille.

Der TVT setzt dem seine Edeltechniker entgegen: Artur und Eduard Tatarinov und Alex Patalaschko wollen genauso Siege einfahren, wie der seit Jahren ungeschlagene Bulgare im Traunsteiner Team, Plamen Petrov. »Wir hoffen, dass auch unsere Nachwuchsringer zeigen was sie können – und dann schauen wir, ob wir unseren Vorjahreserfolg wiederholen können«, gibt sich Abteilungsleiter Hille vorsichtig optimistisch. Mit einem 22:13 schickte man im vergangenen Jahr den nicht in Bestbesetzung angetretenen TSV nach Hause, musste sich aber in Berchtesgaden knapp mit 15:17 geschlagen geben. Letztlich ist der Leistungsstand beider Teams aber gerade zum Saisonbeginn schwer einzuschätzen.

»Wir setzen auf unseren Heimvorteil und die Unterstützung durch unsere Fans« so Hille. Er weiß aber auch, dass Berchtesgaden – im Vorjahr fast schon bundesweiter Zuschauerkrösus – wieder mit einem lautstarken Anhang kommen wird. Er rät deshalb, rechtzeitig in die Ludwig-Thoma-Halle zu kommen, die in diesem Jahr bis zur Fertigstellung der neuen Halle am Annette-Kolb-Gymnasium bis auf einen Heimkampf die Wettkampfstätte der Traunsteiner Ringer ist. Parkmöglichkeiten bestehen am circa 50 Meter unterhalb liegenden Parkplatz des Chiemgau-Gymnasiums in der Brunnwiese. Als Mattenleiter zum Saisondebüt gibt sich Uwe Manz die Ehre, der als Kampfrichterreferent des Deutschen Ringer-Bundes Deutschlands höchster Mattenleiter ist.

Unabhängig des Ausgangs am heutigen Abend sehen sich beide Mannschaften in einer der stärksten Oberligen der vergangenen Jahrzehnte einer ähnlichen Ausgangslage gegenüber: Beide dürften sich im unteren Tabellendrittel wiederfinden und kämpfen in dieser voraussichtlich spannenden Saison um den Klassenerhalt. awi